All das bauen, was man sich vorstellen kann – 17.Fachtagung Rapid Prototyping

Mit ihnen können Bauteile ohne teure und zeitaufwändige Werkzeuge sowie fast ohne jegliche geometrische Einschränkungen hergestellt werden. Allein Fantasie und eine Fertigungsanlage braucht es, um all das zu bauen, was man sich vorstellen kann. Über die spannenden und aktuellen Entwicklungen dieser Verfahren klärt die heute an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe stattfindende Fachtagung Rapid Prototyping auf.

Rapid Prototyping kommt heutzutage nicht nur in der Produktentwicklung und Produktion zum Einsatz, sondern auch in der Architektur, Archäologie, Kartografie oder Medizin. Diese Technologie ermöglicht das schichtweise Aufbauen von Bauteilen direkt aus Konstruktionsdaten. Eine Maschine erledigt das, was zuvor auf komplizierte Weise handwerklich oder in vielen Verfahrensschritten gefertigt werden musste oder gar nicht realisierbar war: „Es handelt sich hierbei um eine faszinierende Technologie“, erklärt Mit-Initiator der Tagung Professor Franz-Josef Villmer vom Fachbereich Produktion und Wirtschaft. „Es hat schon etwas von Magie, wenn man bauen kann, was die Vorstellungskraft hergibt.“ Allein in der Medizintechnik gibt es dafür zahlreiche Beispiele: Seien es Knie-Implantate, Zahnrestaurationen oder Im-Ohr-Hörgeräte, die sich dem menschlichen Körper anpassen müssen.

Bei der 17. Fachtagung zum Thema Rapid Prototyping an der Hochschule OWL stehen heute aktuelle Themen der generativen Fertigung, der Entwicklung von neuen Verfahren und der Produktion im Fokus. Fachleute aus Industrie, Hochschulen und Forschungsinstituten klären über den Stand der Technik auf und stehen zugleich für einen interdisziplinären Austausch zur Verfügung.

Nach der Begrüßung durch Dr. Oliver Herrmann, Präsident der Hochschule OWL, widmete sich Professor Jürgen Gausemeier vom Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn in seinem Keynote-Vortrag den Forschungsstrategien für die additive Fertigung. Er fragte nicht nur nach der Beschaffenheit der aktuellen Forschungslandschaft, sondern auch nach den bisher kaum beachteten Bereichen, die durch Forschung noch erschlossen werden können. Weitere Vorträge von Experten drehen sich um die Vorstellung eines neuen Masterstudiengangs an der Hochschule OWL, um neue Materialien und Produktentwicklungen sowie um die Vorstellung der unterschiedlichen Verfahrensarten.

Überregionale Teilnehmer machen auch eine parallel stattfindende Ausstellung zu einem höchst informativen Ereignis. Dazu gehören neben verschiedenen Bereichen der Hochschule OWL selbst z.B. die H & H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau (Leopoldshöhe, Hamburg), die EOS GmbH (München) oder SLM Solutions (Lübeck). Sie stellen sich und ihre Vorgehensweise mit dem generativen Fertigungsverfahren vor.

Ausstellung und Tagung zeigen eindrucksvoll, wie wichtig die Rapid-Technologien sind. Mit ihnen kann die Zeit, die für die Entstehung eines Produkts benötigt wird, stark verkürzt werden. „Und immer schneller und mit immer besserer Qualität neue Produkte zu entwickeln, ist eine – vielleicht die entscheidende – Herausforderung im Wettbewerb“, sagt Professor Villmer. Die Fachtagung ist somit eine einzigartige Möglichkeit, innerhalb der Branche zusammenzukommen und sich weiterzuentwickeln.

Fachtagung Rapid Prototyping
Veranstalter der Fachtagung Rapid Prototyping ist seit 1996 der Fachbereich Produktion und Wirtschaft der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Sie wird mit Unterstützung der Firma H & H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau (Leopoldshöhe, Hamburg) im Audimax der Hochschule ausgerichtet. Immer am Puls der aktuellen Entwicklungen ist die Lemgoer Fachtagung mit ihren Vorträgen, Ausstellungen und Transferangeboten. Initiatoren der Veranstaltung sind Professor Franz-Josef Villmer von der Hochschule OWL sowie Raphael Hoffmann, Geschäftsführer der H & H Gesellschaft.

Media Contact

Julia Wunderlich idw

Weitere Informationen:

http://www.hs-owl.de

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