Rückgang der Unternehmensinsolvenzen auch im August 2007

Das Land Nordrhein-Westfalen hat für das Jahr 2006 Korrekturen seiner Insolvenzzahlen angekündigt. Aus diesem Grund können alle Veränderungsraten für Deutschland, die sich auf Ergebnisse des Jahres 2006 beziehen, bis auf Weiteres nur ohne Berücksichtigung der Ergebnisse aus Nordrhein-Westfalen berechnet werden.

Zur Information: Nordrhein-Westfalen hatte im langjährigen Durchschnitt einen Anteil von 22% an den Gesamt- und 30% an den Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Nach den Ergebnissen der 15 Bundesländer (ohne
Nordrhein-Westfalen) hat die Gesamtzahl der Insolvenzen im August
2007 gegenüber August 2006 um 1,2% zugenommen. Bei den Unternehmensinsolvenzen hielt der Rückgang (- 12,8%) weiter an. Der Anstieg der Verbraucherinsolvenzen (+ 6,3%) schwächte sich im Vergleich zu den Vormonaten deutlich ab.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für August 2007 auf 2,5 Milliarden Euro; 6,4% weniger als im August des Vorjahres. Obwohl die Unternehmensinsolvenzen nur knapp ein Fünftel der Insolvenzfälle ausmachen, entfielen auf sie knapp 60% aller Forderungen.

Von Januar bis August 2007 wurden 19 020 Insolvenzen von Unternehmen (- 13,5%) und 70 695 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 16,8%) verzeichnet. Insgesamt registrierten die Gerichte 110 486 Insolvenzen, das waren 7,3% mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Eine methodische Kurzbeschreibung der Insolvenzstatistik und weitere Daten und Informationen zu diesem Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

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Jürgen Angele,
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