Zur Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie September 2004

Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen hat sich im September gegenüber dem Vormonat bei leicht unterdurchschnittlichem Umfang an Großaufträgen vorläufigen Angaben zufolge1 preis- und saisonbereinigt2 leicht abgeschwächt (-0,2 %). Im August war das Auftragseingangsvolumen einschließlich einer leichten Abwärtskorrektur um 1,7 % zurückgegangen. Beim aktuellen September-Ergebnis ist mit einer spürbaren Aufwärtskorrektur zu rechnen. Die zuletzt zu verzeichnende Entwicklung der Nachfrage in der Industrie beruhte auf einem Rückgang der Bestellungen aus dem Inland um 1,6 % und einem Anstieg der Auslandsorders um 1,3 %.

Im Zweimonatsvergleich (August+September gegenüber Juni+Juli) hat sich das Ordervolumen in der Industrie bundesweit um 0,5 % verringert. Dies war auf eine deutliche Einschränkung der Ordertätigkeit bei den Konsumgüterproduzenten (-3,8 %) sowie auf einen leichten Nachfragerückgang im Bereich der Hersteller von Vorleistungsgütern (-0,5 %) zurückzuführen. Die Bestellungen bei den Herstellern von Investitionsgütern haben sich gegenüber dem Vormonat nicht nennenswert verändert (+0,1%). Während die Inlandsaufträge in der Industrie um 1,6 % abnahmen, erhöhten sich die Auslandsbestellungen um 0,5 %. In regionaler Betrachtung hatte sich das Auftragsvolumen im früheren Bundesgebiet um 0,5 % und im Osten um 1,6 % verringert.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum lag die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen im August+September um 6,3 % höher. Dabei überschritt das Ordervolumen aus dem Ausland mit 9,1 % den Vorjahresstand mehr als doppelt so stark wie die Inlandsaufträge (+4,2 %). Im früheren Bundesgebiet lagen die Bestellungen um 6,3 % und in den neuen Länden um 7,4 % über dem entsprechenden Vorjahresstand.

1 Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
2 Verfahren Census X-12-ARIMA.

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