Verarbeitendes Gewerbe Juni 2004: – 2,0% Beschäftigte; + 14,9% Umsatz

Ende Juni 2004 waren 6,0 Mill. Personen in den Betrieben des Bergbaus und des Verarbeitenden Gewerbes von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten tätig. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind dies 120 800 Personen oder 2,0% weniger als im Juni 2003.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der im Juni 2004 geleisteten Arbeitsstunden um 5,3% auf 785,9 Mill., wobei im Berichtsmonat an zwei Tagen mehr gearbeitet wurde als im Juni 2003. Die Lohn- und Gehaltsumme lag bei 19,8 Mrd. Euro, 0,4% mehr als im Vorjahresmonat.

Gegenüber Juni 2003 erhöhten sich der Gesamtumsatz (ohne Umsatzsteuer) um 14,9% auf 125,4 Mrd. Euro und der darin enthaltene Inlandsumsatz um 9,5% auf 74,3 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz stieg im Juni 2004 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 23,6% auf 51,2 Mrd. Euro.

Betrachtet man die Gesamtumsätze einiger wichtiger Branchen im Juni 2004, dann zeigen sich bei einer insgesamt aufwärts gerichteten Entwicklung folgende Unterschiede:

Weit überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen gegenüber dem Juni 2003 wurden in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 31,7% und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 25,2% erzielt. In den Wirtschaftszweigen „Herstellung von Metallerzeugnissen“ bzw. „Herstellung von Büromaschinen, DV-Geräten und -einrichtungen, Elektrotechnik usw.“ stieg der Gesamtumsatz im Juni 2004 ebenfalls überdurchschnittlich um 19,0% bzw. 17,0%. Ebenfalls noch im Trend lagen der Maschinenbau bzw. die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren mit einem Umsatzplus von 13,5% bzw. 13,0%. In der Herstellung von chemischen Erzeugnissen erhöhte sich der Gesamtumsatz im Vergleich zum Juni 2003 um 11,2%. Die Umsatzzuwächse im Papier-, Verlags- und Druckgewerbe (+ 8,1%), in der Branche „Kokerei, Mineralölverarbeitung, Herstellung von Brutstoffen“ (+ 5,5%) sowie im Ernährungsgewerbe (+ 4,7%) lagen dagegen deutlich unter dem Durchschnitt des gesamten Verarbeitenden Gewerbes.

Tabelle: Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

Weitere Auskünfte gibt: Dr. Vladislav Bajaja, Telefon: (0611) 75-2504, E-Mail: monatsbericht-verarbeitendes-gewerbe@destatis.de

Media Contact

Dr. Vladislav Bajaja Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Durch maschinelles Lernen Stoffklassen erkennen

Bioinformatiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben gemeinsam mit Kollegen aus Finnland und den USA eine weltweit einmalige Methode entwickelt, bei der alle Metaboliten in einer Probe berücksichtigt werden können und sich…

Fingerkuppen-Sensor mit Feingefühl

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Tokyo haben einen ultradünnen Mess-Sensor entwickelt, der wie eine zweite Haut auf der Fingerkuppe getragen werden kann. Dadurch bleibt…

Harzer Stausee drohen italienische Wassertemperaturen

Die Rappbodetalsperre im Harz ist die größte Trinkwassertalsperre in Deutschland und beliefert rund 1 Mio. Menschen mit Trinkwasser. Der Klimawandel könnte nun dafür sorgen, dass die Wassertemperaturen in dem Stausee…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close