Von der Astrophysik bis zur Quantenchromodynamik

Am 3. und 4. Dezember 2007 findet im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften der „Third Joint HLRB and KONWIHR Result and Reviewing Workshop“ statt. Wissenschaftler stellen die auf dem Höchstleistungsrechner in Bayern (HLRB) und im Rahmen des „Kompetenznetzwerk für Technisch-Wissenschaftliches Hoch- und Höchstleistungsrechnen in Bayern“ (KONWIHR) erzielten Resultate vor.

Das Leibniz-Rechenzentrum betreibt einen der schnellsten Höchstleistungsrechner Europas, der Forschern der verschiedensten Wissenschaftsgebiete für wissenschaftlich-technische Rechnungen zur Verfügung steht. Bei dem Workshop werden Resultate aus der Astrophysik, Strömungsmechanik, Informatik, Chemie, Festkörperphysik, Geophysik, Plasmaphysik, Hochenergiephysik und den Biowissenschaften vorgestellt.

Prof. Rüde (Universität Erlangen-Nürnberg) stellt seine skalierbare Multigrid-Methode vor, die es ermöglicht, Rechner mit einer sehr großen Zahl von Prozessoren besonders effizient auszunutzen. Weitere Vorträge befassen sich mit der Messung der Leistung unterschiedlicher Rechner- und Softwarearchitekturen, der Notwendigkeit von Supercomputern und der Simulation von Quantencomputern auf dem heutigen Höchstleistungsrechner. Prof. White (Max-Planck-Institut für Astrophysik) betrachtet die kalte, dunkle Materie unter dem „numerischen Mikroskop“ des HLRB, Chemiker referieren über die Untersuchung von Reaktionen an Oberflächen und an Katalysatoren. Der neue Rechner ermöglicht auch neue Erkenntnisse in der Quantenchromodynamik, die sich mit den Quarks und ihrer Wechselwirkung beschäftigt. Prof. Igel (LMU München) stellt seine Simulation der Ausbreitung von Erdbebenwellen vor. Traditionell werden Höchstleistungsrechner in der Strömungsmechanik besonders intensiv genutzt; einige Vorträge befassen sich mit der Berechnung turbulenter Strömungen anhand verschiedener Modelle.

Der Workshop findet im Leibniz-Rechenzentrum, Garching bei München, Boltzmannstraße 1, am 3. und 4. Dezember 2007 ab 9.00 Uhr statt. Medienvertreter und die interessierte Öffentlichkeit sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Dr. Ellen Latzin idw

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