DIE bei Bildungsmesse 2001 in Hannover. Thementag des DIE


Wie sieht die Zukunft der Bildung aus? Die BILDUNGSMESSE 2001 gibt vom 19. bis zum 23. Februar 2001 zahlreiche Antworten auf diese Frage. Die Veranstaltung, ein Zusammenschluss der Messen "KiGA", "Interschul" und "didacta", findet im kommenden Jahr erstmals auf dem Messegelände in Hannover statt. In den Hallen 2, 3 und 4 vermitteln 650 Aussteller auf einer Fläche von insgesamt 24 000 Quadratmetern in den Bereichen „Kindergarten“, „Schule/Hochschule“, „Ausbildung/Qualifikation“ und „Weiterbildung/Beratung“ einen umfassenden Überblick über zukunftsorientierte Produkte, Dienstleistungen und Konzepte im Bildungsbereich.
Die BILDUNGSMESSE 2001 ist zugleich die größte deutsche Weiterbildungsveranstaltung für alle, die im Bildungsbereich aktiv sind. Über 400 Seminare, Foren, Workshops, Firmenpräsentationen und Vorträge finden während der Messe statt. Im Rahmen von Vorträgen und Foren nehmen hochkarätige Referenten Stellung zu aktuellen Themen der Bildungspolitik. Diskussionsforen vertiefen Fragen der einzelnen Ausstellungsbereiche. Seminare und Workshops vermitteln praktische Anregungen und Kenntnisse für die zukünftige Bildungsarbeit.
Auch das DIE wird auf der BILDUNGSMESSE präsent sein – neben einem Stand in Halle 3 „Weiterbildung/Beratung“ wird das Institut am Dienstag, den 20. Februar 2001 einen DIE-Thementag bestreiten, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Das Spektrum der Vortragsthemen reicht von Lernverbünden in der Erwachsenenbildung über Selbstgesteuertes Lernen und innovativen Lernarrangements bis hin zu Professionalisierung/Professionalität in der Erwachsenenbildung. Auch der internationale Aspekt wird zum Tragen kommen – mit einem Vortrag zur Erwachsenenbildung in Europa.
Hier ein Überblick über die Vorträge:
Erwachsenenbildung in Europa: Das Grundtvig-Programm
Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein, Direktor des DIE
Mit dem Grundtvig – Programm hat die Europäische Union die – finanziell und inhaltlich – erweiterte Möglichkeit europäischer Projekte und Netzwerke in der Erwachsenenbildung geschaffen. Der Vortrag informiert über die wesentlichen Ziele des Programms, die Förderungs- und Bewilligungslinien sowie Möglichkeiten zur Teilnahme.

Professionalität/Professionalisierung: Personalentwicklung in der Weiterbildung
Dr. Klaus Meisel, stellvertr. Direktor des DIE
Die Erwachsenenbildung/Weiterbildung ist derzeit einem erheblichen Veränderungsdruck ausgesetzt. Die organisatorischen und finanziellen Bedingungen verändern sich. Es wird Organisations- und Qualitätsentwicklung betrieben. Vor dem Hintergrund sich verändernder Bildungsinteressen und dem Einfluss der neuen Medien verändern sich Lernorganisation und didaktische Arrangements. Dies erfordert als Teil der Personalentwicklung gezielte Fortbildungsinitiativen für das pädagogische Personal. Hierzu werden exemplarische Fortbildungsmodelle zur Diskussion gestellt.

Neue Weiterbildungstatistik: Datenlage
Klaus Pehl, Leiter der DIE-Abteilung „Information und Publikation“
So diffus die Datenlage zur Weiterbildungsstatistik in Deutschland und Europa auch ist, das DIE nutzt seine langjährigen Erfahrungen mit der Volkshochschul-Statistik, um zumindest für den Bereich der kirchlichen Erwachsenenbildung und Einrichtungen der Politischen Erwachsenenbildung zusammen mit dem Volkshochschulbereich eine integrierte Leistungsstatistik aufzubauen. Ziel ist es, mit der Datenbasis einen Informationsservice für Forschung, Praxis und Bildungspolitik zu entwickeln.

Lernverbünde in der Erwachsenenbildung
Dr. Josef Schrader, Leiter der DIE-Abteilung „Planung und Entwicklung“
Seit einigen Jahren beobachten wir in der Erwachsenenbildung einen Trend hin zum Lernen Erwachsener in Netzwerken und in Lernverbünden. In diesen Lernarrangements wird die Vermittlung von Wissen oft durch die neuen Medien unterstützt. Welche Folgen sich daraus für die Institutionen, die Planenden und Lehrenden sowie die Bildungspolitik ergeben, wird an Beispielen aus aktuellen Projekten des Instituts erläutert.

Selbstgesteuertes Lernen in der Weiterbildungspraxis
Stephan Dietrich, DIE-Abteilung „Fortbildung und Beratung“
Das Thema Selbstgesteuertes Lernen ist in der wissenschaftlichen Diskussion breit etabliert. Die Weiterbildungsinstitutionen stehen jedoch vor einer Vielzahl offener Fragen: Welche Kompetenzen benötigen die Lehrenden, wie kann die Kompetenzentwicklung ermöglicht werden, wie reagieren die Lernenden und welche Anforderungen ergeben sich an die Institution. Das Projekt SeGeL arbeitete mit sieben Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung an der Umsetzung dieser Lernkultur, ging den bei der Umsetzung entstehenden Fragen nach und begleitete den Prozess. Die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit bezogen auf die Ebenen Institution, Lehrende und Lernende werden vorgestellt.

Innovatives Lernen in Kultur- und Weiterbildungseinrichtungen
Achim Puhl, DIE-Abteilung „Fortbildung und Beratung“
Lernorte verändern sich – wo früher Bildungsinstitutionen ihren traditionellen Wirkungsbereich hatten, agieren nun auch die unterschiedlichen Kulturinstitutionen. Bibliotheken als Informationsbroker, Museen als erfahrungsorientierte Lernorte für Kinder und Gedenkstätten als Orte des lernbegleitenden Austauschs sind Beispiele für die Unterschiedlichkeit neuer Lernarrangements. Der Vortrag stellt zukunftsorientierte Lernzugänge vor und gibt einen Ausblick auf die veränderte Position von Kultur- und Weiterbildungseinrichtungen in einer lernenden Stadt.

Information
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Hansallee 150, 60320 Frankfurt/M., Christine Schumann, Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 069/95626-177, Fax: 069/95626-211, E-Mail schumann@die-frankfurt.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Media Contact

M.A. Christine Schumann idw

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