Würzburger Projekte auf der SYSTEMS in München


Auf der internationalen Informationstechnologie-Fachmesse SYSTEMS 2000, die vom 6. bis 10. November in München stattfindet, sind am Gemeinschaftsstand der Bayern Innovativ GmbH auch zwei Projekte von der Universität Würzburg vertreten.

Prof. Dr. Jürgen Kopf vom Volkswirtschaftlichen Institut stellt eine in seiner Arbeitsgruppe „Empirische Wirtschaftsforschung“ entwickelte Datenbank mit regionalwirtschaftlichen Zahlen vor. Die Datenbank enthält auf über 35.000 Informationsseiten umfassende Wirtschafts- und Strukturdaten für Mainfranken, Unterfranken und Bayern. Über eine Million Datensätze zu den bayerischen Gemeinden und rund 128.000 zu den Landkreisen und kreisfreien Städten stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Zusätzlich können anonymisierte Daten über 46.000 mainfränkische Firmen ausgewertet werden.

Dieses interaktive Datenbank- und Informationssystem ist laut Prof. Kopf so allgemein angelegt, dass es jederzeit auch für andere regionale Räume verwendet werden kann und damit bayernweit einsetzbar ist. Interessant sei dieses Dienstleistungsangebot nicht nur für die private Unternehmenswirtschaft: Es biete auch Hilfen für die regionale Wirtschaftsförderung sowie für Institutionen und Journalisten, die bei Recherchen auf umfassende und schnell zur Verfügung stehende Zahlen angewiesen sind. Die Startseite der Datenbank ist erreichbar unter:
http://dareza.wifak.uni-wuerzburg.de

Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik von Prof. Dr. Rainer Thome präsentiert auf der SYSTEMS 2000 das Planungssystem SIMOS. Es wurde in der Arbeitsgruppe des Diplom-Ingenieurs und Diplom-Kaufmanns Claus Böhnlein entwickelt und unterstützt Planungsaufgaben in der Elektronikfertigung bei der Bestückung von Leiterplatten mit elektronischen Bauelementen.

Der Leitgedanke von SIMOS (SImultane Matrixorientierte Stücklistenauflösung) ist die Ermittlung von Festrüstungen für Bestückungssysteme, mit denen rüstbedingte Stillstandszeiten und Produktionsausfälle reduziert werden können. In einem 18-monatigen Produktiveinsatz in einem Industriebetrieb konnten die Rüstzeiten durch den Einsatz von SIMOS um 20 bis 30 Prozent verkürzt werden.

Auf der SYSTEMS 2000 wird SIMOS in der aktuellen Version vorgestellt, die neben den Planungswerkzeugen auch eine dynamische Simulationskomponente zur Absicherung der Rüstvorschläge und ein Data Warehouse für das Produktionscontrolling bietet.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Jürgen Kopf, T (0931) 31-2954 oder 31-2834, 
E-Mail: juergen.kopf@mail.uni-wuerzburg.de

Claus Böhnlein, T (0931) 31-2449 oder 31-2949, 
E-Mail: boehnlein@wiinf.uni-wuerzburg.de

Media Contact

Robert Emmerich idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Die Gene des sechsten Sinns

Ohne sie wäre gezielte Bewegung unmöglich: Nur dank spezieller Sensoren in den Muskeln und Gelenken weiß das Gehirn, was der Rest des Körpers tut. In „Nature Communications“ beschreibt ein Team…

Künstliche Intelligenz für die Lymphom-Diagnostik

Die Universität Kiel und das UKSH ist an einem interdisziplinären Projekt beteiligt, das die digitale Analyse von mikroskopischen Bildern erprobt und prüft, ob künstliche Intelligenz molekulare Analysen ersetzen kann. Die…

Immunbooster hilft bei viralen Atemwegserkrankungen

Zentrum für Klinische Studien (ZKS) bringt Erkenntnisse aus der Wissenschaft in die praktische Anwendung. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist deutschlandweit eine der führenden Einrichtungen in der Impfstoff-Forschung. Bevor neue…

Partner & Förderer