Wissenschaftspreis an Bremer Max-Planck-Forscher

Auch auf Bermuda war Manuel Kleiner aktiv. privat

Dr. Manuel Kleiner, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen, wird für seine Dissertation über den Stoffwechsel und die evolutionäre Ökologie der chemosynthetischen Symbionten von marinen Wirbellosen mit dem Friedrich Hirzebruch-Preis der Studienstiftung des Deutschen Volkes ausgezeichnet.

Manuel Kleiner hat in seiner Doktorarbeit entdeckt, dass der Meereswurm Olavius algarvensis dank bakterieller Symbionten Energie aus dem toxischen Gas Kohlenmonoxid gewinnen kann. Bei der molekularbiologischen Analyse der Wurmsymbionten kam heraus, dass sie in großen Mengen Proteine für die Verwertung von Kohlenmonoxid als Energiequelle besitzen.

„Dann kam für uns die nächste Überraschung. Dort im sandigen Sediment vor der Küste Elbas fanden wir ungewöhnlich hohe Konzentrationen an Kohlenmonoxid. Dieses giftige Gas nutzt der Wurm zur Energiegewinnung“, sagt Manuel Kleiner.

Die Auswahlkommission der Studienstiftung war beeindruckt. „Besonders gut gefallen hat der Kommission, dass Herr Kleiner mit großem Engagement verschiedene Techniken aus unterschiedlichen Forschungsgebieten eigenständig kombiniert hat, um bislang unlösbare Fragen zu beantworten. Er hat eine fundamentale grundlagenwissenschaftliche Entdeckung gemacht, die auch für unsere Energiegewinnung, z.B. bei der Biokraftstoffgewinnung, nützlich sein könnte“, begründet der Juror Prof. Christian Kurts die Wahl.

Dr. Manuel Kleiner hat seine Doktorarbeit im Jahr 2012 mit „summa cum laude“ an der Universität Bremen abgeschlossen. Der Friedrich Hirzebruch-Promotionspreis wird ein Mal im Jahr von der Studienstiftung des deutschen Volkes für herausragende Arbeiten im Bereich der Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften verliehen.

Prof. Dr. Nicole Dubilier, Direktorin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, freut sich über den Erfolg ihres Doktoranden. „Manuel Kleiner hat sich den Preis redlich verdient, seine Kreativität, Zielstrebigkeit und harte Arbeit trugen maßgeblich zum Erfolg seiner Promotion bei.“

„Mit den neuen Promotionspreisen wollen wir die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten anerkennen und sichtbarer machen“, sagte die Generalsekretärin der Studienstiftung, Dr. Annette Julius, bei der Bekanntgabe der Preisträger. Alleiniges Kriterium für die Auszeichnung war die wissenschaftliche Qualität der Doktorarbeit, die einen wesentlichen und innovativen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt in ihrem Fachgebiet leisten und höchsten methodischen Ansprüchen genügen muss.

Rückfragen an

Dr. Manuel Kleiner, MPI für Marine Mikrobiologie, Celsiusstr. 1, D-28359 Bremen,
Telefon:+49 421 2028 – 905, E-Mail: mkleiner@mpi-bremen.de

Prof. Dr. Nicole Dubilier
Telefon:+49 421 2028 – 932, E-Mail: ndubilie@mpi-bremen.de

Oder an den Pressesprecher
Dr. Manfred Schlösser
Telefon:+49 421 2028- 704, E-Mail: mschloes@mpi-bremen.de

Originalarbeit
Dissertation title: “Metabolism and evolutionary ecology of chemosynthetic symbionts from marine invertebrates”, Manuel Kleiner.

Media Contact

Dr. Manfred Schloesser Max-Planck-Institut

Weitere Informationen:

http://www.mpi-bremen.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Hybride Strom-Wärme-Erzeugung

Neuartiges Parabolrinnen-Solarmodul entsteht an TU Graz. Mittels Hohlspiegel auf Photovoltaik-Zellen gebündelte Sonnenstrahlen liefern nicht nur Strom, sondern auch thermische Energie zum Heizen oder Kühlen. Drei technologische Innovationen verringern die Kosten…

Geheimnissen unserer Galaxie auf der Spur

Benachbarte Sternhaufen bewegen sich als Welle. Neue Ergebnisse deuten darauf hin, dass es keine signifikante Menge an dunkler Materie in unserer Nachbarschaft gibt. Erst vor wenigen Jahren entdeckte ein internationales…

Innovative Computertomographie

…verbessert Beurteilung der koronaren Herzkrankheit. Studie der Universitätsmedizin Mainz zeigt: Schweregrad der Erkrankung bei über 50 Prozent der Patient:innen mit Standardverfahren zu hoch eingestuft. Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben gezeigt,…

Partner & Förderer