Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Max-Planck-Gesellschaft – Otto-Hahn-Medaille für Dr. Mykhaylo Krasnyk

Mykhaylo Krasnyk, 28, wird damit für seine Arbeiten zur nichtlinearen numerischen Analyse verfahrenstechnischer und energietechnischer Prozesse ausgezeichnet. Mit diesem Thema hatte er 2008 an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut Magdeburg mit Auszeichnung promoviert.

Innovative verfahrenstechnische, biotechnologische und energietechnische Prozesse sind häufig gekennzeichnet durch komplizierte Wechselwirkungen unterschiedlichster physikalischer und chemischer Phänomene. Um diese Wechselwirkungen detailliert quantitativ zu erfassen und zu verstehen, sind aufwändige mathematische Modelle erforderlich.

Mykhaylo Krasnyk hat in seiner Arbeit die Software DIANA (Dynamic sImulation And Numerical Analysis tool) entwickelt, die die Analyse solcher Modelle in sehr allgemeiner und weitgehend automatisierter Form gestattet. „Herr Krasnyk hat mit dem Programm DIANA eine Software … geschaffen, die in ihrer Leistungsfähigkeit deutlich über das hinausgeht, was vergleichbare Simulationsprogramme derzeit bieten.“, so Prof. Dr.-Ing. Achim Kienle, Betreuer der Promotionsarbeit, in seinem Empfehlungsschreiben an die Max-Planck- Gesellschaft.

Als herausfordernde Anwendungsbeispiele hat Mykhaylo Krasnyk Hochtemperaturbrennstoffzellen zur dezentralen Energieerzeugung sowie Kristallisationsprozesse betrachtet. „Mit Hilfe der von Herrn Krasnyk entwickelten Methoden wurden fundamentale neue Einsichten in das dynamische Verhalten dieser Prozesse gewonnen.“ Die Erkenntnisse lassen sich auf vielfältige Weise für eine verbesserte Gestaltung und Betriebsweise der betrachteten Prozesse nutzen.

Über Dr. Mykhaylo Krasnyk

Mykhaylo Krasnyk wurde 1982 in Donezk, Ukraine, geboren. Von 1998 bis 2002 studierte er im Bachelor-Studiengang Rechneringenieurwesen an der Nationalen Technischen Universität Donezk. Im Rahmen eines Stipendiums des Kompetenznetzes Verfahrenstechnik PRO3 hielt er sich von 2002 bis 2003 am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg auf.

Im Jahr 2004 schloss Mykhaylo Krasnyk sein Master-Studium auf dem Gebiet Computersysteme und Netzwerke an der Nationalen Technischen Universität Donezk ab. Von 2004 bis 2008 promovierte er am Max-Planck-Institut Magdeburg.

Seit November 2008 forscht Mykhaylo Krasnyk im Rahmen des BMBFVerbundprojektes SimPaTurS an der gekoppelten Simulation von Partikelpopulationen in turbulenten Strömungen am Lehrstuhl für Automatisierung / Modellbildung an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Media Contact

Gabriele Krätzer idw

Weitere Informationen:

http://www.mpg.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Neues Hydrothermalfeld durch MARUM-Expedition entdeckt

Heiße Quellen treten weltweit an Spreizungsrücken der Erdplatten auf. Am 500 Kilometer langen Knipovich-Rücken, gelegen zwischen Grönland und Spitzbergen, waren Hydrothermalquellen bisher unbekannt. Während der 109. Expedition mit dem Forschungsschiff…

Virtuelle Reise durch Mund, Kiefer und Zähne

Eine Virtual-Reality-Brille (VR) soll Studenten der Zahnmedizin zukünftig beim Lernen, der Diagnostik und später auch in der Patientenbehandlung unterstützen. Das Team der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Regensburg (UKR)…

TU Dresden erforscht energieeffiziente Funkzugangsnetze der Zukunft

Startschuss für DAKORE: Mobilfunknetze sind wahre Stromfresser. Aktuell verbrauchen alleine die Funkzugangsnetze in Deutschland jährlich ca. 750 GWh an elektrischer Energie, also ungefähr so viel wie 250.000 Privathaushalte. Basierend auf…

Partner & Förderer