MPIE-Nachwuchswissenschaftler erhält Otto-Hahn-Medaille

Die Medaille wird jährlich von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) an rund 30 Jungforscher verliehen und ist mit 7.500 Euro dotiert.

Körmann hat in seiner Doktorarbeit eine neue Generation effizienter Algorithmen zur Beschreibung und hochgenauen Vorhersage thermodynamischer Eigenschaften realer magnetischer Systeme entwickelt. Damit gelang es ihm, mit bisher nicht erreichbarer Präzision, deren Materialeigenschaften, zum Beispiel ihre Wärmekapazität, vorherzusagen.

Die dafür entwickelten und verwendeten Computersimulationen basieren auf den Grundsätzen der Quantenmechanik und kommen ganz ohne experimentelle Versuche aus. Das senkt den Zeit- und Kostenaufwand erheblich. Die präzisen Vorhersagen sind Grundlage dafür, technologisch hochinteressanten Werkstoffe, zum Beispiel hochfeste und/oder hochtemperaturstabile metallische Legierungen oder kaltverformbare und gleichzeitig ultraharte Stähle, systematisch zu entwickeln, neue Designkonzepte zu erproben und potentielle Versagensmechanismen schon in der Entwicklungsphase zu erkennen und zu umgehen.

Die MPG zeichnet seit 1978 jedes Jahr junge Forscher, die herausragende wissenschaftliche Leistungen im Rahmen ihrer Doktorarbeit erbracht haben, mit der Otto-Hahn-Medaille aus. Der Preis wird auf der jährlichen MPGHauptversammlung verliehen, die dieses Jahr vom 12.-14. Juni in Düsseldorf stattgefunden hat. Durch die Medaille sollen die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler zu einer Karriere in der Forschung motiviert werden. Der Preis ist nach Otto Hahn benannt, der 1944 für seine Arbeiten zur Kernspaltung den Nobelpreis für Chemie erhalten hat.

Dr. Fritz Körmann wurde am 13. Juni mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet.

Am MPIE wird moderne Materialforschung auf dem Gebiet von Eisen, Stahl und verwandten Werkstoffen betrieben. Ein Ziel der Untersuchungen ist ein verbessertes Verständnis der komplexen physikalischen Prozesse und chemischen Reaktionen dieser Werkstoffe.

Außerdem werden neue Hochleistungswerkstoffe mit ausgezeichneten physikalischen und mechanischen Eigenschaften für den Einsatz als high-tech Struktur- und Funktionsbauteile entwickelt. Auf diese Weise verbinden sich erkenntnisorientierte Grundlagenforschung mit innovativen, anwendungsrelevanten Entwicklungen und Prozesstechnologien. Das MPIE wird zu gleichen Teilen von der Max-Planck-Gesellschaft und dem Stahlinstitut VDEh finanziert.

Media Contact

Yasmin A. Salem Max-Planck-Institut

Weitere Informationen:

http://www.mpie.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Was die Körnchen im Kern zusammenhält

Gerüst von Proteinflecken im Zellkern nach 100 Jahren identifiziert. Nuclear Speckles sind winzige Zusammenballungen von Proteinen im Kern der Zelle, die an der Verarbeitung genetischer Information beteiligt sind. Berliner Forschende…

Immunologie – Damit Viren nicht unter die Haut gehen

Ein Team um den LMU-Forscher Veit Hornung hat einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem Hautzellen Viren erkennen und Entzündungen in Gang setzen. Entscheidend für die Erkennung ist eine typische Struktur der…

Kleine Moleküle steuern bakterielle Resistenz gegen Antibiotika

Sie haben die Medizin revolutioniert: Antibiotika. Durch ihren Einsatz können Infektionskrankheiten, wie Cholera, besser behandelt werden. Doch entwickeln die krankmachenden Erreger zunehmend Resistenzen gegen die angewandten Mittel. Nun sind Wissenschaftlerinnen…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close