Land fördert Forschungsschwerpunkt Teilhabeforschung

Verglichen mit der Forschungsinfrastruktur an Universitäten sind Fachhochschulen bisher eher benachteiligt: Die Lehrenden haben ein höheres Lehrdeputat, das heißt, es bleibt weniger Zeit für Forschung.

Der klassische Mittelbau, der wichtige Unterstützung in der Forschungsarbeit leistet, befindet sich noch im Aufbau. Eine Förderung über einzelne Projekte hinaus fehlt. Abhilfe schaffen soll „FH Struktur“: Die Förderung dient dem Aufbau langfristiger Forschungsstrukturen, aus denen im besten Fall größere nationale oder internationale Forschungsverbünde entstehen sollen.

Der Forschungsschwerpunkt Teilhabeforschung ist einer der jüngsten der KatHO NRW. Er ist interdisziplinär und abteilungsübergreifend: Die ForscherInnen in Aachen beschäftigen sich vor allem mit Fragen rund ums Thema Alter, die KollegInnen in Münster stärker mit dem Thema Behinderung.

An diesen Standorten sollen vor allem Personalstellen geschaffen werden. „Die neuen Kollegen sollen uns unter anderem dabei helfen, neue Projekte zu akquirieren, Projektanträge zu stellen, Ergebnisse zu veröffentlichen oder wissenschaftliche Veranstaltungen zu organisieren“, sagt Prof. Dr. Friedrich Dieckmann, Sprecher des Forschungsschwerpunktes. „Wir forschen viel, publizieren aber zu wenig, vor allem in internationalen Fachzeitschriften.“
Ein weiteres Ziel ist, die Zusammenarbeit der einzelnen ForscherInnen an der Hochschule zu verstärken, auch über den Fachbereich hinaus, und so weitere Synergien zu schaffen. Darüber hinaus wollen die WissenschaftlerInnen sich verstärkt in wissenschaftlichen Netzwerken und Fachverbänden engagieren: an Tagungen teilnehmen, Vorträge halten oder selber Fachtagungen ausrichten. Und das nicht nur national: „Wir wollen internationale Forschungsergebnisse stärker für unsere eigene Forschung nutzen“, sagt Dieckmann. „Und wir wollen die Kontakte, die mit Partnerhochschulen in der Lehre bestehen, auch auf Forschungsaktivitäten ausweiten.“

„Die Qualität der Anträge war über¬zeugend“, lobt NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. „Die geförderten Vorhaben belegen das enorme Potenzial Nordrhein-Westfalens im Bereich der Fachhochschulforschung. Wir versprechen uns von den Vorhaben anwendungsnahe Lösungen bei¬spielsweise beim Klimaschutz, der Mobilität, aber auch im gesellschaft¬lichen Zusammenleben.“

Redaktion: Julia Harzendorf, presse@katho-nrw.de
Weitere Informationen: Prof. Dr. Friedrich Dieckmann, f.dieckmann@katho-nrw.de

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