Homburger Dozententeam erhält Landespreis Hochschullehre

Für ihr Projekt „Notfall-, Trainings- und Simulationszentrum der Universität“ sind Dr. Marc Wrobel, Oliver Fürst und Dirk Schmidt von der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie in Homburg mit dem Landespreis Hochschullehre 2009 ausgezeichnet worden.

Eines der modernsten Simulationszentren Deutschlands ermöglicht es Studenten, an sehr realistischen Patientensimulatoren fast jede Art von medizinischem Eingriff durchzuführen.

Bei der Preisübergabe sagte Wissenschaftsminister Dr. Christoph Hartmann: „Es sind innovative Lehrmethoden wie diese, die das Medizinstudium in Homburg auch überregional interessant machen. Die ausgezeichnete Lehrveranstaltung ist hervorragend und verbessert das Studienangebot im Saarland nachhaltig.“

Sie üben Gefäßzugänge zu legen, sichern Atemwege und trainieren Notfallszenarien: Was Medizinstudenten an Patientensimulatoren im Notfall-, Trainings- und Simulationszentrum der Universität erlernen und trainieren, kommt ihnen in ihrer späteren ärztlichen Praxis zugute. Für das innovative Projekt in der Hochschullehre wurde das Führungs-Team des Simulationszentrums – Dr. Marc Wrobel, Oliver Fürst und Dirk Schmidt – jetzt mit dem Landespreis Hochschullehre 2009 des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft geehrt. Insgesamt ist der Preis mit 50.000 Euro dotiert; er wurde in diesem Jahr für drei Lehrveranstaltungen vergeben. Auch die Hochschule der Bildenden Künste und die Hochschule für Musik wurden ausgezeichnet. Die Homburger Dozenten erhielten 10.000 Euro Preisgeld. Die Auswahlkommission lobte in ihrer Begründung den „fachrichtungsübergreifenden Konzeptansatz bis hin zur Abbildung einer ganzen Simulationsklinik“. Mit dem Projekt werde eine Lücke in der Medizinerausbildung geschlossen. Die Auswahlkommission ist mit Hochschullehrern und Studenten paritätisch besetzt.

Universitätspräsident Volker Linneweber sagte: „Der Preis macht einmal mehr den hohen Stellenwert der praktischen Ausbildung in der Hochschullehre deutlich. Das gilt in besonderem Maße für die Medizin, denn die Studenten trainieren an den hochmodernen Simulations-Puppen medizinische Eingriffe an Patienten bis hin zu lebensrettenden Maßnahmen in der Notfallmedizin.“

Angehende Mediziner können im Simulationszentrum unter ärztlicher Anleitung fast jede Art von Eingriff, Pflege und Notfall an „Simulations-Puppen“ üben. Die modernen Puppen verfügen unter anderem über Blutgefäße, viele innere Organe und einen Medikamentenscanner. Die Kurse sind bereits fester Bestandteil der Homburger Medizinerausbildung und werden von den Studenten mit Begeisterung wahrgenommen. Das Simulatorzentrum wurde vor zwei Jahren von Dirk Schmidt und Dr. Marc Wrobel übernommen und unter Mithilfe von Oliver Fürst weiterentwickelt und ausgebaut. Ihr Ziel war es, die praktische Ausbildung von Medizinstudenten für Notfallsituationen zu optimieren. Der fachrichtungsübergreifende Konzeptansatz des Simulationszentrums hat im Sommer vergangenen Jahres zur Gründung einer ganzen Simulationsklinik, des SIMHospitals geführt. Hier können Studenten und Mitarbeiter des Universitätsklinikums realitätsnahe Übungsszenarien durchlaufen.

Den Landespreis Hochschullehre vergibt das Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft zum siebten Mal. Mit der Auszeichnung werden Lehrende saarländischer Hochschulen für herausragende Veranstaltungen geehrt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Simulationszentrum der Universität des Saarlandes
Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Dr. med. Marc Wrobel
Tel: (06841) 16-22443
E-Mail: wrobel@simulatorzentrum.eu

Ansprechpartner für Medien

Irina Urig idw

Weitere Informationen:

http://www.simulatorzentrum.eu

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