Europäischer Kommunikations-Preis für Universität Mannheim

Der Preis wurde vom Kommunikationsverband der europäischen Hochschulen EUPRIO (European Universities Public Relations and Information Officers Association) vergeben.

EUPRIO-Präsident Paolo Pomati sagte zur Begründung: „Das Problem der Studiengebühren ist ein sehr empfindliches für Universitäten und Regierungen in Europa. Dies ist ein hervorragendes Beispiel wie Kommunikationsexperten es dieser Universität ermöglichten, mit diesem schweren Thema umzugehen, während sie gleichzeitig die Qualität ihrer Dienstleistungen verbesserte.“

Die Universität Mannheim hatte sich mit dem Projekt „PR gegen den Wind – Studiengebühren als Standortvorteil“ um den Preis beworben. Der Inhalt: Mannheim stand wie alle baden-württembergischen Universitäten Ende 2006 vor der Einführung von Studiengebühren.

Da das Studium in den meisten anderen Bundesländern gebührenfrei blieb, unter anderem auch im benachbarten Rheinland-Pfalz, befürchteten viele einen Rückgang der Studienbewerber in Baden-Württemberg. Die Universität Mannheim begegnete diesem Risiko, indem sie Studiengebühren nicht mit entschuldigendem Charakter gegenüber Studieninteressierten darstellte, sondern indem sie die Gebühren aktiv als ein Argument zugunsten eines Studiums in Mannheim einsetzte.

Die Hochschulleitung stellte hierzu in ihrer internen Entwicklungsplanung sicher, dass die Gebühreneinnahmen zu spürbaren Zusatzleistungen im Studienangebot und im Studierenden-Service führten. Diese Verbesserungen griff das Kommunikationsteam auf und benannte damit Vorteile, die gebührenfreie Hochschulen in der Regel nicht bieten können. Die Leistungen wurden sowohl zentral wie auch dezentral auf Ebene der einzelnen Einrichtungen und Fächer dokumentiert. Kern des Informationsangebotes ist ein Verzeichnis im Internetauftritt der Hochschule, in der für jede Einrichtung der Universität die aus Gebühren finanzierten Angebote aufgerufen werden können.

Zusätzlich warb die Universität Stipendien zur Refinanzierung der Studiengebühren ein. Mittlerweile entstand hieraus ein ausdifferenziertes Stipendiensystem. Es umfasst derzeit Förderangebote für rund 200 besonders leistungsstarke Studierende. Die Zahl der Studienbewerber an der Universität Mannheim ist seit Einführung der Gebühren um 38 Prozent gestiegen. Sie konnte zuletzt rund 2.300 Studienanfänger aus fast 15.000 Bewerbern auswählen.

Für ihre Kommunikationsarbeit im Rahmen der Einführung von Studiengebühren wurde die Universität Mannheim bereits mit dem Deutschen PR-Preis 2008 der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) ausgezeichnet.

Weitere Informationen:

Universität Mannheim
Achim Fischer
Leiter Kommunikation + Fundraising
Tel. +49 (0)621 181 – 10 13
fischer@verwaltung.uni-mannheim.de

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