Physik – Nobelpreis für 3 Humboldtianer

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die Humboldtianer Roy J. Glauber, Theodor W. Hänsch und John L. Hall. Die Zahl der Nobelpreisträger im weltweiten Netz der Forschungsstipendiaten und Forschungspreisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung erhöht sich damit auf 38.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung gratuliert ihren drei Humboldt-Forschungspreisträgern zum Gewinn des Nobelpreises. Professor Hänsch, Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für Quantenoptik in Garching, war bereits 1977 mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet worden. Er teilt sich die höchste Auszeichnung für Physiker mit den US-Forschern Professor Roy Glauber und Professor John Hall, die den Humboldt-Forschungspreis 1989 und 1988 erhalten hatten.

Hänsch und Hall teilen sich eine Hälfte der Auszeichnung für Beiträge zur Entwicklung der laserbasierten Präzisionsspektrographie. Glauber bekommt die andere Hälfte des Preises für Beiträge zur Quantentheorie der optischen Kohärenz.

„Wir sind stolz und glücklich, dass in diesem Jahr wieder Wissenschaftler, die in der Vergangenheit bereits mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet worden sind, den Nobelpreis bekommen“, sagt der Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, Dr. Georg Schütte. „Dass drei Humboldtianer gleichzeitig mit dem Nobelpreis geehrt werden, ist eine Auszeichnung vor allem für diese hervorragenden und der Humboldt-Stiftung seit vielen Jahren eng verbundenen Wissenschaftler – aber auch für die Stiftung selbst und ihren Anspruch, die besten Forscherinnen und Forscher weltweit zu fördern und an Deutschland zu binden“, so Schütte.

Roy Glauber, der im September seinen 80. Geburtstag feierte, war mit dem Humboldt-Forschungspreis für seine Verdienste auf dem Gebiet der Quantenoptik, speziell der Laserforschung, ausgezeichnet worden und hatte mit Mitteln des Preises insgesamt für ein Jahr am (MPI) für Quantenoptik in Garching geforscht.

John Hall, Jahrgang 1934, hatte die Auszeichnung der Humboldt-Stiftung für seine Pionierarbeiten auf dem Gebiet optischer Frequenzstandards und ultrastabiler Laser für die höchstauflösende Spektroskopie und Interferometrie erhalten. Sein damaliger Gastgeber war der heute gemeinsam mit ihm ausgezeichnete Theodor Hänsch, mit dem er als Forschungspreisträger vier Monate am MPI für Quantenoptik in Garching zusammenarbeitete.

Theodor Hänsch, Jahrgang 1941, hatte im Alter von 35 Jahren den Humboldt-Forschungspreis für die Anwendung des Lasers in der Spektroskopie erhalten. Er war einer der Ersten, die die Methode der Zweiphotonen-Spektroskopie experimentell einsetzten. Im Rahmen dieser Auszeichnung war er insgesamt neun Monate am MPI für Quantenoptik in Garching und an der Universität Frankfurt tätig.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.800 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit über 20.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern – unter ihnen 38 Nobelpreisträger.

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