Wissensorientierte Regionen – Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen

Die GD Forschung der Europäischen Kommission hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für die Pilotaktion „Wissensorientierte Regionen“ veröffentlicht.

Hauptziel der Aktion ist der Nachweis der zentralen Rolle des Wissens zur Förderung der Regionalentwicklung. Auch soll gezeigt werden, wie regionale Akteure wirksam die Zukunft ihrer Regionen mitbestimmen können. Dies sollte zu Entwürfen und Modellen für weitere Maßnahmen führen, die nicht zwangsläufig aus dem Haushalt der Union finanziert werden müssten. Außerdem soll die Zusammenarbeit auf grenzüberschreitender/überregionaler Grundlage gefördert werden, damit europäische Regionen voneinander lernen und Modelle und Maßnahmen gefunden werden können, die sich in verschiedenen Regionen durchführen lassen.

Im Rahmen der Pilotaktion werden folgende Bereiche unterstützt:

  • Integrierte regionale Technologieinitiativen
    Der Schwerpunkt integrierter regionaler Technologieinitiativen würde auf integrierten Maßnahmen auf regionaler Ebene liegen, bei denen lokale Akteure zusammenarbeiten, die mit der Erzeugung, Einführung oder Verbreitung von Wissen zur Förderung der lokalen oder regionalen Entwicklung befasst sind. Sie sollten um (öffentliche oder private) Einrichtungen herum aufgebaut werden, die als Schöpfer oder Nutzer von Wissen fungieren, und in Partnerschaft arbeiten.
  • Unterstützungsmaßnahmen
    Bei diesen kann es sich um Workshops oder Konferenzen handeln, die für die Idee der technologiegestützten regionalen Entwicklung werben und das Bewusstsein für die Bedeutung des Wissens als Triebkraft für die lokale und regionale Entwicklung schärfen. Auch diese Vorschläge müssen eine grenzüberschreitende, überregionale Komponente enthalten.

Bei integrierten regionalen Technologieinitiativen wird an Tätigkeiten folgender Art gedacht:

  • Technologieaudits und regionale Zukunftsforschung, deren Schwerpunkt auf der Analyse der Wirtschaft und des technologischen Gefüges der Regionen und der Ermittlung der künftigen Entwicklungsszenarios auf der Grundlage der wissensgestützten Gesellschaft und Wirtschaft liegt. Im Hinblick auf eine umfassende Sicht des unterschiedlichen Standes der Entwicklung in der EU wird die Teilnahme mehrerer Regionen am jeweiligen Projekt erwartet.
  • Maßnahmen der Hochschulen zur Förderung der regionalen Entwicklung. Der Schwerpunkt liegt auf dem Nachweis, wie Universitäten und ähnliche Hochschuleinrichtungen eine wesentliche Rolle in der lokalen und regionalen Wirtschaft spielen können, indem sie Know-how liefern, lokale Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen beraten oder durch Ausgründungen von Unternehmen und durch Gründerzentren technologische Entwicklungen und deren Einführung überregional und grenzüberschreitend fördern.
  • Mentor-Initiativen, deren Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit und dem Erfahrungsaustausch zwischen technologisch fortgeschrittenen und benachteiligten Regionen (Ziel-1-Regionen) liegt, und bei denen Know-how für die technologiegestützte regionale Entwicklung bereitgestellt wird. Viele, in der Entwicklung zurückliegende Regionen Europas erhielten in der Vergangenheit verstärkt Mittel aus den Strukturfonds (zusammen mit solchen aus öffentlichen und privaten nationalen Quellen), die in Forschung und Technologie investiert wurden. Da man davon ausgeht, dass eine strukturierte regionale Innovationsstrategie entscheidend für die Entwicklung ist, dürften technologisch fortgeschrittene Regionen benachteiligten Regionen als gutes Vorbild und als Ratgeber dienen können, indem sie sie sozusagen als Mentor für die technologiegestützte regionale Entwicklung „an der Hand nehmen“ (Mentor-Initiativen).

An Mitteln stehen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kommission geht davon aus, dass sie damit rund zehn Vorschläge unterstützen kann.

Die vollständige Ausschreibung ist hier abrufbar.

Bemerkungen: Frist für die Anforderung der Ausschreibungsunterlagen ist der 07.09.2003.
Frist für die Einreichung der Anträge ist der 17.09.2003.

Bietern wird vor einer Kontaktaufnahme mit der Kommission dringend empfohlen, den Originalausschreibungstext im Amtsblatt der Europäischen Union unter der nachstehenden Referenz einzusehen.

Ansprechpartner für Medien

ctm

Weitere Informationen:

http://www.cordis.lu/era/knowreg.htm

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