500.000 Euro für eine Stiftungsprofessur "Automation in Paper Technology"

Voith investiert in Stiftungsprofessur für „Automation in Paper Technology“

Die Voith Paper GmbH & Co KG in Heidenheim stellt der Fachhochschule München 500.000 Euro für eine Stiftungsprofessur „Automation in Paper Technology“ für den englischsprachigen Masterstudiengang „Paper Technology“ zur Verfügung. Mit dieser Stiftung möchte einer der weltweit größten Hersteller von maschinenbaulichen Systemen für die Papierindustrie dazu beitragen, Studierende der Papiererzeugung auf dem neuesten Stand der Technik auszubilden. FH Präsidentin Prof. Dr. Marion Schick: „Damit fördert ein internationales Unternehmen an einer best practice Hochschule eine Top Ausbildung“. Dr. Hermut Kormann, Vorsitzender des Vorstandes der Voith AG: „Mit der Stiftung leistet das Unternehmen für beide Seiten eine Win-Situation“. Am 21. Februar 2003 wurde der Vertrag unterzeichnet.

Mit der Stiftungsprofessur „Automation in Paper Technology“ ist die Fachhochschule München europaweit die erste Hochschule, die das bedeutende Gebiet der Automation bei der Papierherstellung im Rahmen eines englischsprachigen Masterstudiums anbieten wird. Die Voith AG entschloss sich zu dieser Investition, um Studierenden eine Spitzenausbildung für eine attraktive Berufswelt zu ermöglichen. „Denn es ist faszinierend, mit welcher Dynamik gerade die Papierbranche voranschreitet, vor allem wenn sie sich wie Voith global etabliert hat“, erläuterte der Voith Vorstandsvorsitzende Dr. Kormann. „Die Stiftungsprofessur Automation in Paper Technology stellt die richtigen Weichen“ dankte FH Präsidentin Dr. Schick dem Sponsor. „Um im internationalen Wettbewerb ein erstklassiges Studium finanzieren zu können, reichen die staatlichen Mittel nicht mehr aus. Deshalb nimmt die Bedeutung der privaten Finanzierung zu. Die Stiftungsprofessur von Voith Paper trägt wesentlich dazu bei, die Fachhochschule München zur attraktivsten Fachhochschule Deutschlands zu gestalten.“

Prof. Dr. Stephan Kleemann, der die Stiftung initiierte und bis zur Vertragsunterzeichnung betreut hat, freut sich, dass die vertiefte Wissensvermittlung auf dem Gebiet der Automation künftig ein integraler Bestandteil des Masterstudiums sein wird: „Eine moderne Papiermaschine ist einem Jumbojet nicht nur hinsichtlich der Größe sondern auch in Bezug auf die Automatisierung und Regelungstechnik weit überlegen. Papierherstellung ist eine High-Tech Nische mit hoher internationaler Verflechtung und macht ein englischsprachiges Masterstudiums geradezu zwingend. Die Papierindustrie, als eine der weltweit kapitalintensivsten High-tech Branchen, braucht absolute Spitzenleute“, betonte Kleemann bei der Vertragsunterzeichnung.

Über 160 Studierende studieren an der Fachhochschule München den Studiengang Verfahrenstechnik Papier-Kunststoff. Davon sind 10 Prozent junge Frauen und über 10 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland, insbesondere aus Österreich und der Schweiz. Papiererzeugung wird in Deutschland als Fachhochschulstudium nur an der Fachhochschule München angeboten. Jeder 2. „Papier-Ingenieur“ kommt im deutschsprachigen Raum von der Fachhochschule München. „Um so mehr wird von uns eine exzellente Ausbildung erwartet. „Mit der Stiftungsprofessur Automation in Paper Technology sind wir jetzt in der Lage, das Lehrangebot dem Markt flexibel anzupassen“, erklärt Kleemann. Sorgen um ihre berufliche Zukunft kennen die Münchner Papieringenieure nicht. Ihre Berufs- und Verdienstchancen sind ausgezeichnet und „arbeitslose“ FH-Absolventen hat es in diesem Bereich in den letzten 15 Jahren nie gegeben.

Bei Voith Paper in Heidenheim setzt man große Hoffnungen auf den top ausgebildeten Nachwuchs, auf eine gute Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung sowie auf eine gemeinsame Durchführung von Projekten und neuen Konzepten.

Media Contact

Dr. Traute Schoellmann idw

Weitere Informationen:

http://www.fh-muenchen.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Bakterien für klimaneutrale Chemikalien der Zukunft

For­schen­de an der ETH Zü­rich ha­ben Bak­te­ri­en im La­bor so her­an­ge­züch­tet, dass sie Me­tha­nol ef­fi­zi­ent ver­wer­ten kön­nen. Jetzt lässt sich der Stoff­wech­sel die­ser Bak­te­ri­en an­zap­fen, um wert­vol­le Pro­duk­te her­zu­stel­len, die…

Batterien: Heute die Materialien von morgen modellieren

Welche Faktoren bestimmen, wie schnell sich eine Batterie laden lässt? Dieser und weiteren Fragen gehen Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit computergestützten Simulationen nach. Mikrostrukturmodelle tragen dazu bei,…

Porosität von Sedimentgestein mit Neutronen untersucht

Forschung am FRM II zu geologischen Lagerstätten. Dauerhafte unterirdische Lagerung von CO2 Poren so klein wie Bakterien Porenmessung mit Neutronen auf den Nanometer genau Ob Sedimentgesteine fossile Kohlenwasserstoffe speichern können…

Partner & Förderer