Erfolg durch Kooperation

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat anlässlich des 8. Innovationstages der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen eine Analyse der Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Rahmen des BMWi-Förderprogramms PRO INNO veröffentlicht.

Danach bietet die breite und differenzierte Forschungsinfrastruktur in Deutschland auf praktisch allen Wissens- und Technologiefeldern leistungsfähige Potenziale. Die Förderbeispiele zeigen, dass es möglich ist, durch kooperative Ansätze rascher neues technologisches Wissen in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umzusetzen. Die staatlichen Fördermittel wirken dabei als wirksamer Anreiz und Anschubfinanzierung für ein kooperatives Verhalten im sensiblen wettbewerbsorientierten FuE-Bereich.

Dass ca. 50 Prozent der gestellten PRO-INNO-Förderanträge die Kooperation mit Forschungseinrichtungen betreffen, spricht für die starke Akzeptanz einer solchen Zusammenarbeit auf Seiten der KMU. Die Mitwirkung der Forschungseinrichtungen bei der Antragstellung steigert übrigens auch die Qualität der Projektanträge, vermindert spürbar den Bedarf der KMU an externer Beratung durch Dritte und verkürzt die Bearbeitungszeiten der Anträge.

Den größten Zuspruch unter den verschiedenen Kooperationsformen hat die Variante gefunden, bei der ein oder mehrere KMU gleichberechtigt mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. 35 Prozent der Anträge entfielen auf diese Variante. Der Vorteil dieser Projektform für die KMU liegt in ihrer deutlich stärkeren Einbindung in die Produktentwicklung gegenüber einfachen Auftragsforschungsprogrammen und in der administrativ getrennten Förderung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Das KMU ist dabei nicht nur Auftraggeber, sondern muss auch eigene FuE-Arbeiten in spürbarem Umfang von mindestens 50 Prozent leisten.

Eine ausgeprägte Marktwirksamkeit der Projekte und damit schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen wird dadurch unterstützt, dass Forschungseinrichtungen nur gefördert werden, wenn auch das/die KMU gefördert und konkrete Kooperationsverträge mit einer konkret geregelten Vermarktung der Ergebnisse abgeschlossen werden.

Bei den Forschungseinrichtungen wird zweifellos die Ausrichtung ihrer Arbeiten auf konkrete Markterfordernisse gestärkt. Damit werden die Chancen für einen ergebnisorientierten und direkten Technologietransfer ausgebaut. Dabei ist zumindest bei PRO INNO auffällig, dass die Bereitschaft der Forschungseinrichtungen auf KMU zuzugehen und Lösungen für deren Probleme zu erarbeiten in dem Maße wächst, wie eine öffentliche Grundfinanzierung abnimmt oder gar nicht vorhanden ist.

Ansprechpartner für Medien

BMWi NEWSLETTER

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Neues Computermodell verbessert Therapie

Mithilfe mathematischer Bildverarbeitung haben Wissenschafter der Forschungskooperation BioTechMed-Graz einen Weg gefunden, digitale Zwillinge von menschlichen Herzen zu erstellen. Die Methode eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der klinischen Diagnostik. Obwohl die…

Teamarbeit im Molekül

Chemiker der Universität Jena erschließen Synergieeffekt von Gallium. Sie haben eine Verbindung hergestellt, die durch zwei Gallium-Atome in der Lage ist, die Bindung zwischen Fluor und Kohlenstoff zu spalten. Gemeinsam…

Kristallstrukturen in Super-Zeitlupe

Göttinger Physiker filmen Phasenübergang mit extrem hoher Auflösung Laserstrahlen können genutzt werden, um die Eigenschaften von Materialien gezielt zu verändern. Dieses Prinzip ermöglicht heute weitverbreitete Technologien wie die wiederbeschreibbare DVD….

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen