Bremer Juniorprofessor wird vom Europäischen Forschungsrat mit 1,5 Millionen Euro Forschungsförderung ausgezeichnet

Sein als exzellent bewertetes Projekt „Bioceramics: Multiscale Engineering of Advanced Ceramics at the Biology Interface“ befasst sich mit der interdisziplinären Grundlagenforschung zur Entwicklung neuer innovativer Materialien für den Einsatz in der Medizin-, Umwelt- und Energietechnik.

Über 9000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa hatten sich bei der Ausschreibung um die Nachwuchswissenschafts-Preise („Starting Independent Researcher Grants“) des Europäischen Forschungsrats (ERC) beworben.

Nur knapp drei Prozent der eingereichten Projekte wurden durch ein strenges zweistufiges Verfahren ausgewählt und kommen nun in den Genuss dieser einmaligen personenbezogenen Förderung. Das wissenschaftliche Potenzial des Antragstellers und die Qualität des eingereichten Projektes waren die alleinigen Kriterien die von internationalen Expertengremien bewertet wurden – wirtschaftliche und regionalpolitische Aspekte spielten keine Rolle. Die erstmalig vergebenen Auszeichnungen des Europäischen Forschungsrats dienen zur Förderung von europäischen Spitzennachwuchswissenschaftlern. Sie bieten begabten jungen Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit früh in ihrer Karriere mit einem eigenen Team innovative Projekte zu verwirklichen.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, sie bestärkt uns darin unsere Ideen und Visionen noch intensiver voranzutreiben und umzusetzen“ so Kurosch Rezwan. Das materialwissenschaftliche Forschungsumfeld an der Universität Bremen sei hervorragend aufgestellt für diese Art der interdisziplinären Spitzenforschung. Er erlebe die Zusammenarbeit mit Kollegen an der Universität Bremen als außergewöhnlich anregend und produktiv.

Der Schweizer studierte Materialwissenschaften und promovierte mit Auszeichnung an der ETH Zürich. Nach Forschungsaufenthalten in den USA und in England wurde er im Jahre 2006 mit 30 Jahren als Juniorprofessor an die Universität Bremen für das Fachgebiet Keramische Werkstoffe und Bauteile mit Schwerpunkt Biokeramik berufen.

Weitere Auskünfte:

Universität Bremen
Fachbereich Produktionstechnik
Fachgebiet Keramische Werkstoffe und Bauteile mit Schwerpunkt Biokeramik
Prof. Dr. – Ing. Kurosch Rezwan
Tel: 0421 218 4507
E-Mail: krezwan@uni-bremen.de

Media Contact

Eberhard Scholz idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Grüner Laser schmilzt reines Kupfer

Fraunhofer IWS setzt erstmals innovative Laserschmelzanlage für komplexe Kupfer-Bauteile ein Raffiniert geformte Kunststoffteile mit dem 3D-Drucker zu erzeugen ist heute keine Kunst mehr, sondern Alltagstechnologie. Ganz anders bei reinem Kupfer:…

Der Erdmantel als Lavalampe

Vulkanketten „recyceln“ ozeanische Kruste und kontinentales Material   In den 80er Jahren waren sogenannte Lava-Lampen im Zimmer vieler Jugendlicher zu finden. Die Hitze einer im Fuß der Lampe versteckten Glühbirne…

Klimawandel: Mischwälder sind anpassungsfähiger als Monokulturen

Tannen und Fichten dominieren mit einem Anteil von 80 Prozent den Baumbestand des Schwarzwalds. Solche überwiegenden Reinbestände sind jedoch besonders anfällig für klimawandelbedingte Extremereignisse wie Sturmschäden, Hitzewellen und Borkenkäferbefall. In…