30.000 Euro für Alternsforschung gehen an UKJ-Geriatrie

Die Jenaer Geriatrie erhält den Preis für die Durchführung eines Projektes, mit dessen Hilfe Ärzte und Pflegende künftig eine Entscheidungshilfe dafür erhalten sollen, wann ein Patient für eine geriatrische Behandlung geeignet sein könnte.

Dafür werden ca. 150.000 Datensätze aus Gemidas Pro analysiert, anhand derer Aussagen zur Qualität und Quantität geriatrischer Versorgung getroffen werden können. Gemidas Pro ist eine bundesweite Datenbank, die vom Bundesverband Geriatrie gepflegt und für diese Analyse zur Verfügung gestellt wird.

„Unser Ziel ist es, Informationen herauszuarbeiten, die den Kollegen in den Hausarztpraxen, in Notaufnahmen und anderen Kliniken eine schnelle Einschätzung ermöglichen, ob der ältere Patient eher in der Geriatrie oder in einer anderen Abteilung behandelt werden muss“, erklärt Dr. Anja Kwetkat das Projekt.

Die bereits laufende Untersuchung, die in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation am UKJ und dem Bundesverband Geriatrie erfolgt, konnte einige bisherige Annahmen als Vorurteile widerlegen: „Wir haben beispielsweise anhand der Datenanalyse gezeigt, dass im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung auch hochaltrige Patienten über 90 Jahre genauso von einer geriatrischen Betreuung profitieren wie jüngere geriatrische Patienten“, so Kwetkat. Weitere Ergebnisse werden Mitte 2011 erwartet, wenn die zweijährige Studie abgeschlossen sein wird.

Kontakt:
Dr. Anja Kwetkat, Chefärztin der Klinik für Geriatrie, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/934901
E-Mail: Anja.Kwetkat[at]med.uni-jena.de

Media Contact

Dr. Uta von der Gönna idw

Weitere Informationen:

http://www.uniklinikum-jena.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Neutronen-basierte Methode hilft, Unterwasserpipelines offen zu halten

Industrie und private Verbraucher sind auf Öl- und Gaspipelines angewiesen, die sich über Tausende von Kilometern unter Wasser erstrecken. Nicht selten verstopfen Ablagerungen diese Pipelines. Bisher gibt es nur wenige…

Dresdner Forscher:innen wollen PCR-Schnelltests für COVID-19 entwickeln

Noch in diesem Jahr einen PCR-Schnelltest für COVID-19 und andere Erreger zu entwickeln – das ist das Ziel einer neuen Nachwuchsforschungsgruppe an der TU Dresden. Der neuartige Test soll die…

Klimawandel und Waldbrände könnten Ozonloch vergrößern

Rauch aus Waldbränden könnte den Ozonabbau in den oberen Schichten der Atmosphäre verstärken und so das Ozonloch über der Arktis zusätzlich vergrößern. Das geht aus Daten der internationalen MOSAiC-Expedition hervor,…

Partner & Förderer