Schavan: "Forschungsunion bereitet Innovationen den Weg"

Bundesforschungsministerin Annette Schavan ist am Donnerstag mit hochkarätigen Innovations-Experten zur konstituierenden Sitzung der neuen Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft zusammengekommen. „Die Forschungsunion wird sich noch stärker als bisher auf die zentralen Herausforderungen der Zukunft konzentrieren“, sagte Schavan.

„Die zentralen Themen sind Klima, Energie, Gesundheit, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. Diese Gebiete sind sehr wichtig für die Gesellschaft – und sie sind Bereiche, in denen Forscher aus Deutschland bereits heute eine sehr gute Position im globalen Wettbewerb haben, die sie noch weiter ausbauen können.“

Die Ministerin betonte außerdem die Bedeutung der Forschungsunion für die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung. „Die Forschungsunion lebt beispielhaft vor, was wesentliches Kennzeichen der Hightech-Strategie ist: die enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Unternehmern.“ Alte und neue Vorsitzende des Beratungsgremiums der Forschungsministerin sind Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Eine Liste mit allen Mitgliedern gibt es unter http://www.ideen-zuenden.de/de/81.php.

Schavan sagte weiter: „Deutschland kann die Quellen künftigen Wachstums nur erschließen, wenn es uns gelingt, alle Akteure – Unternehmer, Forscher und Bürger – für diese gemeinsame Aufgabe zu gewinnen: „Wir werden die Hightech-Strategie zu den Menschen bringen. Dazu entwickeln wir 'Zukunftsprojekte', die technologische Neuerungen in den Dienst eines konkreten gesellschaftlichen Nutzens stellen und innerhalb der nächsten Dekade realisiert werden können.“

Als Beispiel für ein erstes Zukunftsprojekt nannte die Ministerin eine nachhaltige Stadtinfrastruktur, die bis hin zur energieautarken Stadt entwickelt werden soll. „Ich werde die Forschungsunion bitten, sich mit der konkreten Ausgestaltung des Zukunftsprojekts 'Energieautarke Stadt' bis zum Sommer zu befassen“, so Schavan.

Gemeinsam mit der Forschungsunion hat das BMBF seit der Gründung im Sommer 2006 wichtige Erfolge der Hightech-Strategie auf den Weg gebracht. Dazu gehört der Spitzencluster-Wettbewerb, der am Donnerstag und am Freitag zentrales Thema bei der Clusterkonferenz 2010 in Berlin ist. „Cluster helfen uns dabei, aus neuen Ideen der Forschung Produkte für die Zukunft zu machen“, sagte Schavan. „Mit dem Spitzencluster-Wettbewerb haben wir ein Instrument ins Leben gerufen, um solche leistungsfähigen Partnerschaften aus Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren einer Region ausfindig zu machen und sie als Zentren für das Wachstum von morgen zu fördern.“ Seit dem Start im Jahr 2007 wurden bisher in zwei Runden zehn Gewinnercluster ausgewählt, die vom BMBF mit insgesamt bis zu 400 Millionen Euro bei ihrer Profilierung in der internationalen Spitzengruppe unterstützt werden.

Clusterkonferenz 2010 des BMBF erstmals per Livestream

Auf der Konferenz treffen rund 450 hochrangige Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Das Bundesforschungsministerium überträgt den Auftakt der Clusterkonferenz am Donnerstag ab 13.00 Uhr als Livestream auf den Webseiten http://www.ideen-zuenden.de und www.clusterkonferenz2010.de.

Media Contact

BMBF Newsletter

Weitere Informationen:

http://www.bmbf.de/press/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Neues Konzept der bakteriellen Genregulation entdeckt

Bakterien sind unsere stetigen Begleiter: Die winzigen Lebewesen sind in und auf dem menschlichen Körper zu finden, ebenso wie auf dem von Tieren und Pflanzen.

MINT²KA: Neue Ideen für einen innovativen und forschungsnahen Unterricht in den MINT-Fächern

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) können uns helfen, die Welt besser zu verstehen und Lösungen für Schlüsselprobleme der…

Leben am Limit

Alles Leben braucht Energie. Wo diese nicht in ausreichendem Maß verfügbar ist, kann es kein Leben geben. Doch wie viel ist ausreichend?