Nationales Bildungspanel weltweit einzigartige Forschungsinfrastruktureinrichtung

Nach Auffassung des Wissenschaftsrates sind die außergewöhnlich reichhaltigen Daten von großem Wert für die wissenschaftliche Nutzung; sie enthalten aber auch politisch hoch relevante Informationen zu Bildungsverläufen und deren Einflussfaktoren.

„Der Wert dieser Längsschnittdaten wird sich noch weiter erhöhen, je länger die Bildungskarrieren der Teilnehmenden verfolgt werden können“, erklärt Wolfgang Marquardt, Vorsitzender des Wissenschaftsrates.

Angesichts der Relevanz der Daten und der exzellenten Arbeit als Forschungs- und Infrastruktureinrichtung ist der Wissenschaftsrat von der überregionalen Bedeutung des NEPS und dem gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesse an seiner Arbeit überzeugt. Der Wissenschaftsrat empfiehlt deshalb, das NEPS als außeruniversitäre Forschungseinrichtung in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen.

Die Institutionalisierung eines derartig breit angelegten Projektes stellt eine große organisatorisch-strukturelle Herausforderung dar. Aus Sicht des Wissenschaftsrates ist diese Aufgabe bisher überzeugend angegangen worden, sie kann aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewältigt sein. Deshalb bittet der Wissenschaftsrat den Bund und das Land Bayern, zeitnah, spätestens in drei Jahren, über die Umsetzung der Empfehlungen zu berichten.

Das NEPS wurde 2009 auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingerichtet. Verantwortlich für das Bildungspanel ist ein interdisziplinäres Konsortium von Einrichtungen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland.

Das Konsortium hat die Aufgabe, die Studie zu konzipieren und durchzuführen. Um Informationen über den gesamten Lebensverlauf zur Verfügung zu stellen, wurden seit 2009 sechs Startkohorten an verschiedenen Punkten der Bildungsbiografie mit insgesamt rund 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gezogen.

Weitere Informationen:

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/2999-13.pdf
– Stellungnahme zum Nationalen Bildungspanel (NEPS)

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Dr. Christiane Kling-Mathey idw

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