Forschung und Bildung in wichtigen Partnerländern Deutschlands

Seit Mai 2007 bietet internationale-kooperation.de „Länderberichte“ mit ausführlichen Porträts wichtiger Partnerländer Deutschlands in Forschung und Bildung an. „Forschungs- und Bildungslandschaft“, „Forschungs- und Bildungspolitik“ sowie „Kooperationen“ bilden die inhaltlichen Schwerpunkte. Nach dem Start der Reihe mit Australien erfolgt nun die Erweiterung mit Indien, Mexiko, Polen und Frankreich.

Die vier Länder zählen zu den wichtigsten Kooperationspartnern in Europa, Asien und Lateinamerika. Die Länderberichte auf internationale-kooperation.de geben einen fundierten Überblick zu Forschung und Bildung in diesen Ländern.

Frankreich – wichtigster Partner Deutschlands in der EU

Seit dem 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages im Jahre 2003 vereinbaren die Forschungsminister Frankreichs und Deutschlands gemeinsame Arbeitsprogramme, sog. „feuilles de route“, die regelmäßig anlässlich der zweimal jährlich stattfindenden Gemeinsamen Ministerräte aktualisiert werden. In diesen Arbeitsprogrammen werden kurz- und mittelfristige Kooperationsziele in ausgewählten, für beide Länder wichtigen Forschungsgebieten definiert. Insbesondere in der Biotechnologie gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den nationalen Programmen „Génoplante“ und „GABI“ zur Pflanzengenomforschung. Herausragende Beispiele für eine erfolgreiche institutionelle Zusammenarbeit französischer und deutscher Forschungsinstitute sind z. B. die Forschungsgruppe zur Virotherapie, die das französische Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSERM) als Unité mixte internationale (UMI) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg unterhält.

Indien – hohe Dynamik in der Forschung

Aufgrund des rasanten Ausbaus von Kompetenz und Wissen in Forschung und Entwicklung ist Indien für Deutschland ein äußerst interessantes Partnerland. Die Bedeutung Indiens für die gesamte EU wurde jüngst durch die von Bundesministerin Annette Schavan geleitete „EU-India Ministerial Science Conference“ der EU-Wissenschaftsminister im Februar 2007 unterstrichen. Die Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit (WTZ) mit Indien umfasst drei komplementäre Bereiche: Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, Workshops, Konferenzen und gegenseitige Fachdelegationsbesuche sowie gemeinsame Forschungsprojekte. Die Schwerpunkte der deutsch-indischen Zusammenarbeit liegen in den Fachbereichen: Materialforschung, Biotechnologie, Gesundheitsforschung, Informationstechnologie, chemische und physikalische Grundlagen, Umwelttechnologie sowie künftig auch in der Nachhaltigkeitsforschung, Produktionstechnologie sowie Katastrophen- und Sicherheitsforschung.

Mexiko – gewachsene Kooperationsstrukturen

Mexiko nimmt für Deutschland aufgrund seines Status als NAFTA (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen)-Mitglied sowie der traditionell engen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen eine Sonderstellung ein. Darüber hinaus ist Deutschland Mexikos größter Handelspartner in der EU. Große Bedeutung hat deshalb die anwendungsorientierte Forschung unter Einbeziehung industrieller Partner mit dem Ziel der nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in der Region und der Erschließung neuer Märkte für deutsche Unternehmen. Die Hauptaktivitäten in der Zusammenarbeit liegen in den fünf Bereichen: Umweltforschung- und -technologie, Biotechnologie, Informationstechnologie, Meeres- und Antarktisforschung und Geowissenschaften.

Polen – bedeutender Partner in Mittel- und Osteuropa

Polen ist aufgrund seiner wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Deutschland nach Russland der zweitwichtigste Partner der WTZ in Mittel- und Osteuropa. Aus polnischer Sicht ist Deutschland nach den USA ebenfalls der zweitwichtigste Partner in der WTZ. Die deutsch-polnische Forschungszusammenarbeit basiert auf dem WTZ-Abkommen aus dem Jahr 1989. Im polnischen Nationalen Rahmenprogramm werden als strategische Forschungsfelder der Jahre 2005 bis 2015 die Bereiche Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Nahrung, Staat und Gesellschaft, Sicherheit, neue Materialien und Technologien, Informationstechnologien, Energie und Energiequellen sowie Verkehrsinfrastruktur genannt.

Die Länderberichte stehen kostenlos als pdf-Dokument zur Verfügung. Sie basieren auf den Informationen zu Forschung und Bildung auf internationale-kooperation.de.

internationale-kooperation.de ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Internetportal ist der Wegweiser für die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung und dient als Kommunikationsplattform für Informations- und Kooperationssuchende aus dem In- und Ausland. Gemeinsame Betreiber sind das Internationale Büro des BMBF und die VDI Technologiezentrum GmbH.

Ansprechpartner:
Internationales Büro des BMBF beim
Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt e.V.
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Telefon: +49 228 3821-468
Telefax: +49 228 3821-444
Dr. Hans-Peter Niller
E-Mail: Hans-Peter.Niller@dlr.de
VDI Technologiezentrum GmbH
Abteilung Grundsatzfragen von
Forschung, Technologie und Innovation
Graf-Recke-Straße 84
40239 Düsseldorf
Telefon: +49 211 6214 -494
Telefax: +49 211 6214 -168
Dr. Andreas Ratajczak
E-Mail: ratajczak@vdi.de
Der vorliegende Text ist eine gemeinsame Pressemitteilung des Internationalen Büro des BMBF und der VDI Technologiezentrum GmbH
Weitere Informationen:
http://www.internationale-kooperation.de/de/publikation143.htm – Indien
http://www.internationale-kooperation.de/de/publikation144.htm – Mexiko
http://www.internationale-kooperation.de/de/publikation145.htm – Polen
http://www.internationale-kooperation.de/de/publikation146.htm – Frankreich

Media Contact

Dr. Hans-Peter Niller idw

Weitere Informationen:

http://www.pt-dlr.de/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Wenn die Jacke Solarstrom liefert

Einem Forscherteam der Empa ist es gelungen, ein Material herzustellen, das wie ein leuchtender Solarkollektor funktioniert und gleichzeitig auf Textilien aufgebracht werden kann. Dies eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, Energie direkt dort…

Mikroplastik – Schwämme als marine Bioindikatoren

Schwämme lagern als „Staubsauger der Meere“ zahlreiche Partikel ein – darunter auch Mikroplastik und andere Mikroverunreinigungen, wie LMU-Wissenschaftler zeigen. Dies macht sie zu vielversprechenden Bioindikator-Kandidaten. Die Verschmutzung der Meere durch…

Vanille-Anbau unter Bäumen fördert Schädlingsregulation

Team unter Göttinger Leitung untersucht Agroforstsysteme Der Anbau von Vanille in Madagaskar bringt den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ein gutes Einkommen, aber ohne Bäume und Büsche können die Plantagen sehr artenarm…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close