Wie Landkarten sprechen lernen

Uni Kiel eröffnet einjährige Weiterbildung im Geoinformationsmanagement


Eine einjährige berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich Geoinformationssysteme (GIS) startet am 3. Januar am Geographischen Institut der Uni Kiel. Neun Teilnehmer – Geografen, Biologen und Landschaftsarchitekten aus Schleswig-Holstein – werden mit allen Facetten der Geoinformationsverarbeitung vertraut gemacht.

Sie erlernen, räumliche Daten mit Geographischen Informationssystemen zu erfassen und zu verwalten, zu analysieren, kartographisch darzustellen und schließlich multimedial zu präsentieren. Zirka zehn Stunden wöchentlich verbringen die Kursteilnehmer zu Hause an einer Lernplattform im Internet und eignen sich so das Basiswissen im Fernstudium an. Auf der Lernplattform können sie auch miteinander kommunizieren und in Gruppen arbeiten. Vier mehrtägige Präsenztermine im GIS-Labor in Kiel und ein selbstständig zu erarbeitendes GIS-Projekt runden das Programm ab.

„Fachkräfte mit fundierten Fähigkeiten im Geoinformationsmanagement werden heute auf dem Arbeitsmarkt gesucht“, erklärt Professor Rainer Duttmann vom Geographischen Institut – der Initiator und Leiter des Projektes. Das neue Weiterbildungsprogramm ist in dieser Form einzigartig: Als Hochschule, die nicht nur Studierende, sondern auch Fachkräfte in raumwissenschaftlichen Disziplinen weiterbildet, hat die Christian-Albrechts-Universität (CAU) die Nase vorn. Darum gibt es auch bereits eine Warteliste für den zweiten Kurs dieser Art, der im Januar 2006 beginnen soll.

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel besitzt am Lehrstuhl für Physische Geographie eines der modernsten GIS-Labore im deutschsprachigen Raum. Die wissenschaftliche Weiterbildung wurde mit Fördergeldern aus dem Etat „Arbeit für Schleswig-Holstein“ des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Die „Fortbildungs- und Qualifizierungsinitiative Geographische Informations- und Kommunikationstechniken“ beginnt am 3. Januar, um 9 Uhr, im Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Ludewig-Meyn-Straße 14, Raum 118.

Kontakt:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Geographisches Institut
Prof. Rainer Duttmann, Tel: 0431-880-3426, Fax: 0431-880-4658
e-mail: duttmann@geographie.uni-kiel.de

Media Contact

Susanne Schuck idw

Weitere Informationen:

http://www.gis.uni-kiel.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Kunststoffe – alles Müll?

»Open Lab« im Fraunhofer LBF gibt Einblicke in die Kunststoffforschung. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Darmstadt vor 25 Jahren den Ehrentitel »Wissenschaftsstadt«. Auch das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit…

Zukunft der Ampel wird weiter erforscht

Das Forschungsprojekt „KI4LSA“, welches die Frage beantworten sollte, ob die Steuerung von Ampelanlagen mit künstlicher Intelligenz (KI) den Verkehrsfluss verbessern kann, bringt Fraunhofer im August 2022 zum Abschluss. Über 30…

Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen und Abhängigkeit

Forschende der FAU nutzen Adrenalin-Rezeptoren für hochwirksame Analgetika. Neuartige Substanzen, die Adrenalin- statt Opioid-Rezeptoren aktivieren, haben eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung wie Opiate, jedoch keine negativen Folgen wie Atemdepression und Abhängigkeit….

Partner & Förderer