Studentenboom an der Magdeburger Fakultät für Wirtschaftswissenschaft


Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität kann sich über mangelnden Zuspruch wahrlich nicht beklagen. Über 800 Anfänger haben sich für das jetzt beginnende Wintersemester angemeldet. Das ist neuer Rekord. Dazu kommen noch einmal über 400 Studierende, die Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren wollen, das Wirtschaftsstudium also mit einer technischen Disziplin verbinden. Erfreulich auch, dass unter den 800 Neuen wieder über 100 ausländische Studierende sind.
Damit überspringt die Fakultät erstmals in diesem Semester die magische Zahl von 2000 Studierenden. Rechnet man die Kombinationsstudiengänge dazu, betreut die Fakultät sogar 3300 Studierende. Besonders erfreulich für die Magdeburger Uni ist dabei, dass ihre Wirtschaftsfakultät deutlich stärker nachgefragt wird als entsprechende Fakultäten anderer Universitäten. Was die Anfängerzahlen angeht, haben die Magdeburger inzwischen so renommierte Konkurrenten wie die Unis in Bochum, Heidelberg, Mannheim und Berlin hinter sich gelassen. Auch im ostdeutschen Vergleich kann da keine andere Wirtschaftsfakultät mithalten.
Der Erfolg hat viele Gründe. Ein modernes Studienangebot, das international orientiert ist und den Studierenden zehn verschiedene Studiengänge in einem modularen System bietet, eröffnet Möglichkeiten, die an anderen Orten nicht zu finden sind. Dazu kommt, dass trotz der gestiegenen Studentenzahlen die Betreuung der Studierenden immer noch vorbildlich ist. Das gute Klima an der Fakultät und die gute Zusammenarbeit von Professoren, Mitarbeitern und Studierenden tragen dazu entscheidend bei. Alles zusammen hat dazu geführt, dass die Fakultät weit über die Grenzen des Landes einen guten Ruf hat – und der macht sich bemerkbar. Immer mehr Studierende kommen aus den alten Bundesländern und dem Ausland nach Magdeburg. Die Wirtschaftsfakultät ist längst keine regionale Einrichtung mehr.
Der einzige Wermutstropfen: Die große Zahl der Anfänger schafft räumliche Probleme. Die Uni Magdeburg verfügt nur über einen großen Hörsaal und der hat gerade 450 Plätze. Da die Fakultät für Informatik eine ähnlich erfreuliche Entwicklung verzeichnen kann, wird es eng. Viele Veranstaltungen müssen doppelt angeboten werden und das führt zu einer erheblichen Mehrbelastung des Personals. Die Landesregierung wird sich überlegen müssen, ob sie an der Vorstellung festhalten will, die Universität der Landeshauptstadt sei eine Regionaluni mit rückläufigen Studierendenzahlen. Die Realität spricht eine ganz andere Sprache.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Joachim Weimann, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391-67-18547, Fax: 0391-67-12971, Email: Joachim.Weimann@ww.uni-magdeburg.de

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 Waltraud Riess idw

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