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Fahrradschutz als Werbefläche

20.06.2006
FH-Absolventen stellen am Osnabrücker Bahnhof ihr neues Produkt vor

Viele erstaunte Gesichter gab es am (heutigen) Montag, 19. Juni, am Osnabrücker Bahnhof: Zwei junge Männer haben am Vormittag Fahrräder auf dem Bahnhofsplatz "verhüllt". Jedoch sind die beiden keine Künstler wie Christo, sondern Jungunternehmer, die ihr neuartiges Produkt vorstellen wollten.

Nach dem Studium an der Fachhochschule Osnabrück gründeten Oliver Schauer und Ulf Scheipering ihre eigene Firma. Das Produkt, das sie anbieten, ist ungewöhnlich und einfach zugleich: eine Haube aus Kunststofffolie. Sie wird über Sättel von abgestellten Fahrrädern gestülpt und enthält eine Werbebotschaft, die von allen Seiten sichtbar ist. "Unsere Sattelhaube hat als Konkurrenzprodukt zu Litfasssäulen, Plakaten oder Flyern einen großen Vorteil: Sie nutzt nicht nur den Werbetreibenden, sondern auch der Zielgruppe", erklärt Oliver Schauer. Dadurch werde die Werbung positiv wahrgenommen.

Als Radfahrer hat sich Ulf Scheipering oft geärgert, wenn der Sattel beim Regen nass wurde: "Nie wollte eine gewöhnliche Plastiktüte so richtig darüber passen". So kam die Idee, eine Form zu entwickeln, die sowohl den Sattel optimal schützt als auch ausreichend Werbefläche bietet.

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»Werbefläche

Mittlerweile haben die beiden Jungunternehmer ihre Idee patentrechtlich schützen lassen und die erste Musterserie hergestellt. Dabei haben sie sich von Anfang an im "Gründercampus" beraten lassen. Das an der FH Osnabrück angesiedelte Projekt hat eine breite Angebotspalette für Firmengründer, die aus den beiden Osnabrücker Hochschulen stammen und deren Unternehmenssitz in Niedersachsen liegt.

Das Förderprojekt wird seit 1997 von der Landesregierung finanziert und vermittelt in Weiterbildungsveranstaltungen betriebswirtschaftliches Know-how und unternehmerische Schlüsselqualifikationen. Außerdem wird in einer zentralen Anlaufstelle in der Hochschule Beratung und Unterstützung bei der Erstellung von Business-Plänen angeboten. Dabei ist das Projekt eng in das Netzwerk regionaler Institutionen und Berater eingebunden.

Dass die unternehmerische Selbstständigkeit eine attraktive Alternative für Studierende und Absolventen ist, zeigt die Zahl der interessierten Personen: Jährlich lassen sich rund 100 Personen persönlich beraten, weitere 200 nehmen an den Weiterbildungsveranstaltungen teil.

Weitere Informationen zum Projekt "Gründercampus" sind erhältlich unter Tel.: (0541) 969-3152 oder E-Mail: a.busch@fh-osnabrueck.de.

Lidia Uffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-osnabrueck.de

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