Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zeitschrift ARBEIT: Schwerpunktheft Arbeitszeit

28.08.2000


Die positiven Erwartungen, die an die Lockerung des Ladenschlussgesetzes geknüpft waren - mehr Umsatz, mehr Beschäftigung -, haben sich nicht erfüllt. Beschäftigung wurde abgebaut und flexible,

teilweise wenig sozialverträgliche Arbeitszeitregelungen haben zugenommen. Diesen Befund und weitere aktuelle Ergebnisse der Arbeits- und Betriebszeitforschung präsentiert Heft 3/2000 der Vierteljahreszeitschrift ARBEIT - Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik.

Das 1996 geänderte Ladenschlussgesetz läßt eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten zu. Welche beschäftigungs- und arbeitspolitischen Effekte mit einer solchen "Lockerung" verbunden sind, analysieren Ellen Hilf und Heike Jacobsen in ihrem Beitrag "Deregulierung der Öffnungszeiten und Flexibilisierung der Beschäftigung im Einzelhandel". Im Streit um die Ladenöffnungszeiten geht es um die schwierige Balancierung von Konsumenteninteressen an möglichst langen Ladenöffnungszeiten auf der einen und von Beschäftigteninteressen an sozialverträglichen und möglichst wenig belastenden Arbeitsbedingungen auf der anderen Seite.

Die beiden ersten Beiträge des Heftes machen auf den wenig beachteten Zusammenhang von Arbeitszeit, Arbeitsorganisation und Profession aufmerksam: Gerhard Bosch thematisiert ihn in einer international vergleichenden Perspektive in seinem Aufsatz "Arbeitszeit und Arbeitsorganisation". Frank Bauer erörtert "Probleme der Arbeitszeitgestaltung im Krankenhaus", insbesondere vor dem Hintergrund eines traditionell gegen Arbeitszeitstandardisierungen eingestellten Professionsverständnisses von Ärzten und Ärztinnen.

In allen Wirtschaftsbereichen ist seit einiger Zeit eine massive Verbreitung von Arbeitszeitkonten feststellbar. Ihre Struktur, ihre Akzeptanz bei den Beschäftigten und ihre möglichen Effekte auf die tatsächliche Arbeitszeit und die Leistung arbeiten Hermann Groß, Eva Munz und Hartmut Seifert im Beitrag "Verbreitung und Struktur von Arbeitszeitkonten" heraus. Ein betriebsspezifisches Beispiel von Arbeitszeitkonten stellen Klaus Höfer und Cordula Sczesny in "Flexible Standardarbeitszeit und Vertrauensgleitzeit" dar.

In dem (auf die Schweiz bezogenen) Beitrag "Zeitautonom Teilzeit versus Vollzeit arbeitende Männer: ein empirischer Vergleich" (Simon Grossenbacher und Ivars Udris) wird ein kaum erforschtes Thema aufgegriffen und nach den Motiven gefragt, die Männer zur Aufnahme einer Teilzeitbeschäftigung bewegen. Birgit Helfmann untersucht in ihrem Beitrag "Verkürzte Erwerbsarbeit - familienfreundliche und gesundheitsförderliche Alternative?" insbesondere die Belastungssituation von voll- und teilzeitbeschäftigten Frauen. Die Rezensionen stellen neue, interessante Bücher über Arbeitszeit vor.


Das Heft ARBEIT 3/2000 kann zum Preis von DM 34,- beim Buchhandel oder beim Verlag Lucius & Lucius (Gerokstr. 51, 70184 Stuttgart, Fax 0711/24 20 88) bezogen werden (Jahresabonnement DM 108,-).

Renate Schneider |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal: Weiterhin hoher Bestand an offenen Stellen
14.05.2019 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel deutlich zurückgegangen
26.03.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die verborgene Struktur des Periodensystems

Die bekannte Darstellung der chemischen Elemente ist nur ein Beispiel, wie sich Objekte ordnen und klassifizieren lassen.

Das Periodensystem der Elemente, das die meisten Chemiebücher abbilden, ist ein Spezialfall. Denn bei dieser tabellarischen Übersicht der chemischen Elemente,...

Im Focus: The hidden structure of the periodic system

The well-known representation of chemical elements is just one example of how objects can be arranged and classified

The periodic table of elements that most chemistry books depict is only one special case. This tabular overview of the chemical elements, which goes back to...

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Im Focus: Konzert der magnetischen Momente

Forscher aus Deutschland, den Niederlanden und Südkorea haben in einer internationalen Zusammenarbeit einen neuartigen Weg entdeckt, wie die Elektronenspins in einem Material miteinander agieren. In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten die Forscher über eine bisher unbekannte, chirale Kopplung, die über vergleichsweise lange Distanzen aktiv ist. Damit können sich die Spins in zwei unterschiedlichen magnetischen Lagen, die durch nicht-magnetische Materialien voneinander getrennt sind, gegenseitig beeinflussen, selbst wenn sie nicht unmittelbar benachbart sind.

Magnetische Festkörper sind die Grundlage der modernen Informationstechnologie. Beispielsweise sind diese Materialien allgegenwärtig in Speichermedien wie...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Automatisiertes Fahren

17.06.2019 | Veranstaltungen

Doc Data – warum Daten Leben retten können

14.06.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019

13.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Weizensorten bewähren sich auch unter widrigen Anbaubedingungen

17.06.2019 | Agrar- Forstwissenschaften

Inventur in der Synapse

17.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Zellbiologie - Qualitätskontrolle für Mitochondrien

17.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics