Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland bei Lohnkosten an vierter Stelle im Euro-Raum

17.08.2005


Bei den Lohnkosten liegt Deutschland im Euroraum an vierter Stelle hinter Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Der Abstand zu dieser Spitzengruppe dürfte 2004 noch gewachsen sein. Die strikte Lohnzurückhaltung in Deutschland birgt mittlerweile Gefahren für die Konjunktur im gesamten Euroraum. Das zeigt eine Untersuchung der europäischen Konjunkturentwicklung im neuen Monats-Report des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Der IMK-Report erscheint an diesem Mittwoch erstmalig.



In Deutschland lagen die durchschnittlichen Lohnkosten pro Stunde 2004 konstant bei 24,13 Euro. In Frankreich kostete eine Arbeitsstunde hingegen bereits 2003 durchschnittlich 24,93 Euro, in den Niederlanden waren es 24,31 Euro. Belgien wies mit 26,54 Euro (2002) den höchsten Satz auf. Für die drei Länder liegen noch keine abschließenden Daten für 2004 vor, es gibt aber Hinweise auf weitere Steigerungen. Als Vergleichsbasis verwendet das IMK die gesamtwirtschaftlichen Arbeitnehmerentgelte aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Diese Größe enthält sämtliche Sozialbeiträge und wird im gesamten Euroraum einheitlich ermittelt. Im Unterschied zu anderen Indizes deckt sie alle Sektoren der Wirtschaft ab.

... mehr zu:
»Euroraum »IMK »Lohnkosten


Die mehrjährige Lohnzurückhaltung habe die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Exportwirtschaft extrem gestärkt, analysiert der Wissenschaftliche Direktor des IMK, PD Dr. Gustav A. Horn, im IMK-Report. Dagegen blieb die Binnennachfrage schwach und in der Folge die Arbeitslosigkeit vergleichsweise hoch. In anderen Mitgliedsstaaten des Euro-Raumes, etwa in Spanien, sei die Entwicklung gegenläufig verlaufen. Mittlerweile bestünden deshalb zwischen den Euro-Ländern bedenkliche Ungleichgewichte bei außenwirtschaftlicher Bilanz und Inflation. Falls sich die Entwicklung fortsetze, könnten die Löhne im gesamten Euro-Raum unter Druck geraten. Längerfristig denkbar seien Deflation und Stagnation wie in Japan, warnt das IMK. Eine Lockerung der restriktiven Lohn- und Sparpolitik in Deutschland könne aber dazu beitragen, dieses Szenario zu verhindern.

Rainer Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.boeckler.de

Weitere Berichte zu: Euroraum IMK Lohnkosten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Boom der deutschen Wirtschaft derzeit wahrscheinlicher als eine Rezession
19.09.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht KMU haben die "Generation 50+" fest im Blick
29.08.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lichtverschmutzung macht Fische mutig

21.09.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gegen Straßenschmutz im Regenwasser

21.09.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

21.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics