Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bis 20 Milliarden Euro pro Jahr kann die deutsche Industrie sparen

20.10.2003


... Wenn sie umweltfreundlicher produziert. Die Zusammenhänge zwischen Kosten und Umweltauswirkungen hat Uwe Rey in der Dissertation "Ökoeffiziente Fertigung durch stoffstromorientierte Gestaltung der Arbeitsplanung" untersucht.

... mehr zu:
»Dissertation

Wer der Umwelt Gutes tut, kann damit auch noch Kosten sparen: 10 bis 20 Milliarden Euro pro Jahr könnte die deutsche Industrie sparen, wenn sie umweltbelastenden Abfall, Abwasser oder Abluft vermeiden würde. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können aus ökologischen Ansätzen ökonomisch profitieren.

Die Zusammenhänge zwischen Kosten und Umwelt hat Dr. Uwe Rey in seiner Dissertation "Ökoeffiziente Fertigung durch stoffstromorientierte Gestaltung der Arbeitsplanung" untersucht. Der Umweltmanager von Fraunhofer IAO hat ein Modell für die Arbeitsplanung entworfen, mit dem restlos umweltfreundlich geplant werden kann.


Etwa 40 Prozent der Gesamtmasse des Produktions-Inputs gehen nicht in das Produkt ein, sondern werden zu umweltbelastenden Reststoffen. Diese Reststoffe können vermieden oder besser verwertet und dadurch Kosten reduziert werden. Erfolgreich und rentabel ist der Umweltschutz vor allem dann, wenn er bereits in die der Produktion vorgelagerten, planenden Bereiche integriert wird.

In seiner Dissertation hat Dr. Rey Stoff- und Energieströme analysiert, quantifiziert und mit den Kosten belegt, die sie im Unternehmen verursachen. Dadurch lässt sich bestimmen, wo gespart werden kann und wo eine Steigerung der Ressourceneffizienz möglich ist. In dem konzipierten Modell werden aktuelle Arbeitspläne zu einem großen Teil automatisch generiert, sind dadurch stets verfügbar und können kontinuierlich optimiert werden. Das Generierungssystem ermöglicht es, das im Unternehmen vorhandene Planungswissen in einer flexiblen Datenstruktur abzubilden und damit zu sichern.

Die Dissertation ist als IPA-IAO-Bericht Nr. 383 (ISBN: 3-936947-15-5) im Jost-Jetter Verlag, Schafwäsche 1, 71296 Heimsheim erschienen. Die Publikation kann zum Preis von 44 Euro über den örtlichen Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellt werden.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer IAO, Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Dr. Uwe Rey, Uwe.Rey@iao.fraunhofer.de
Tel: 0711/970-2221, Fax: -2287

Dipl.Ing. (FH) Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.bum.iao.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Dissertation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet - Juni 2018
20.06.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum zweiten Mal in Folge
28.05.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics