Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einsatz von Regionalbahnen in der Kreislaufwirtschaft

27.05.2002


Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML startet im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. ein Forschungsvorhaben zum Thema "Regionalbahnen in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft". Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) e.V. gefördert.

Das Vorhaben wird vom Fraunhofer IML in Dortmund und dem Projektzentrum Prien mit Sitz im Logistik-Kompetenz-Zentrum durchgeführt. Durch die interdisziplinäre Zusammensetzung des Arbeitsteams fließt das Wissen aus den Bereichen Kreislauf- und Abfallwirtschaft sowie Schienengüterverkehr in das Vorhaben ein. Hierbei baut das Fraunhofer IML auf Projekterfahrungen auf, die im Rahmen der jeweiligen Kompetenzfelder erarbeitet wurden. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Regionalbahnen, Entsorgungs- und Beratungsunternehmen eine Planungshilfe zur Gestaltung von Verkehren der Kreislauf- und Abfallwirtschaft auf der Schiene an die Hand zu geben.

Ausgangslage des Vorhabens sind sowohl das steigende Verkehrsaufkommen als auch die verschärften Rahmenbedingungen in den Bereichen Verkehr und Entsorgung (Bahnstrukturreform, marktorientiertes Angebot Cargo (MORA C), Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Technische Anleitung Siedlungsabfall etc.), wodurch sich für viele Unternehmen die Notwendigkeit aber auch die Chance ergibt, die logistischen Abläufe in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft zu restrukturieren und zu reorganisieren.

Besonders bei den Regionalbahnen ist mit großem Interesse an dieser Thematik zu rechnen, da sich hiermit neue Geschäftsfelder erschließen und Rückgänge bei den traditionellen Geschäftsfeldern kompensiert lassen. Des Weiteren sind die Entsorgungsunternehmen durch den steigenden öffentlichen Druck gefordert, Entsorgungsverkehre auf die Schiene zu verlagern. Hierdurch können die Regionalbahnen ihre Umweltfreundlichkeit als zusätzlichen Wettbewerbsvorteil einbringen und so die Akzeptanz von Entsorgungsverkehren in der Öffentlichkeit verbessern.

Mittels der Studie sollen genaue Kenntnisse über den Bedarf und den Umfang an neuen Dienstleistungen und über Anforderungs- und Leistungsprofile der beteiligten Unternehmen in der zukünftigen Kreislauf- und Abfallwirtschaft gewonnen werden. Darüber hinaus sollen Logistik- und Organisationskonzepte unter Einbeziehung eines Kalkulations- und Planungsmodells für die Abwicklung von Entsorgungsverkehren entwickelt werden.

Durch die Forschungsergebnisse ergibt sich ein hoher wirtschaftlicher Nutzen für die Unternehmen, der sich bei den Regionalbahnen in der Kostenkalkulation für Entsorgungsverkehre, in der kurzen Reaktionszeit bei Anfragen und in der Erschließung neuer Kompetenzfelder zeigt. Bei den Entsorgungsbetrieben ist auf die Kalkulierbarkeit neuer Dienstleistungen und auf die Aufwands- und Kostenreduktion in der gesamten logistischen Kette hinzuweisen. Des Weiteren wird die Planung und Beratung von Beratungsunternehmen fundiert und die Beratungsqualität gesteigert.
Interessenten, die sich an dieser Studie beteiligen wollen oder Interesse an dem Forschungsvorhaben zeigen, können sich an Dipl.-Ing. Peter Meyer (0231 / 9743 - 367) und Dipl.-Kfm. Thomas Rauh (08051 / 901 - 114) wenden. (RFN)

Dipl.-Ing. Stefan Schmidt | idw

Weitere Berichte zu: Entsorgungsverkehr Regionalbahn

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Mensch und Maschine gemeinsam in der Produktion
21.08.2018 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Hochschule Karlsruhe kann künftig mit mobilem 360°-Kamerasystem Straßenverkehr erforschen
14.08.2018 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

In Form gebracht

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Superauflösende Mikroskopie - Neue Markierungssonden im Nanomaßstab

21.08.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics