US-Air Force testet erstes Roboter-Kampfflugzeug

Jungfernflug der X-45 soll sichere Datenverbindungen demonstrieren

Das erste unbemannte Kampfflugzeug (Unmanned Combat Air Vehicle – UCAV) hat seinen Jungfernflug absolviert. Wie der Luftfahrtkonzern Boeing mitteilte, war die X-45A für 14 Minuten in der Luft. Das Projekt wird gemeinsam von Boeing, dem US-Verteidigungsministerium und der US Air Force entwickelt. Die als Stealthflugzeug konzipierte X-45 A soll in einem ersten Schritt die taktischen Möglichkeiten eines unbemannten Kampflugzeuges, das teilweise autonom operiert, für das Militär demonstrieren. Bisher setzte die US Air Force nur unbemannte Aufklärer wie den Global Hawk ein.

Das X-45-Projekt befindet sich zurzeit noch in seinem Anfangsstadium. Die US Air Force will mit diesem ferngesteuerten System vor allem das Risiko für ihre Piloten bei Kampfeinsätzen reduzieren, während sie weiterhin eine menschliche Kontrolle über den Waffeneinsatz behält. Gleichzeitig sollen die Kosten für Einsatzsysteme reduziert werden. Nach der Einschätzung von Boeing soll ein UCAV die Hälfte eines heutigen „billigen“ Kampfflugzeuges kosten.

In der jetzigen Erprobungsphase sollen vor allem eine sichere Übertragung für Kommando- und Sensorinformationen, Zielerfassung und Waffeneinsatz sowie die Mensch/Computer-Interaktion erprobt werden. Mit der Einsatzbereitschaft des zweiten Prototyps soll dann das schwierige Problem des Formationsfluges angegangen werden. Eine größere einsatzfähige Version mit der Bezeichnung X-45B wird bereits entwickelt. Die ersten Seriensysteme sind für das Ende des Jahrzehnts geplant.

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Dominik Schebach pte.online

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