Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kostengünstigere Überwachung von Offshore-Anlagen

20.05.2003


Ein 1991 gegründetes unabhängiges Beratungsunternehmen in Großbritannien hat eine Technik zur zerstörungsfreien Materialprüfung (Non-Destructive Testing, NDT) entwickelt, bei der Vibrationsimpulse zur Überwachung von Röhrenkonstruktionen (Jackets) dienen, mit denen Offshore-Anlagen im Meeresboden verankert sind.




Die Firma Mecon (UK) Limited, die aktiv vom University Imperial College London und von der University of Cambridge unterstützt wird, gilt als anerkannter Spezialanbieter von Lösungen für die Öl- und Gasindustrie. Ihr aktuelles Angebot ermöglicht es, mit einigen dauerhaft installierten Messwandlern alle zehn Sekunden Kontrollmessungen an Offshore-Röhrenkonstruktionen (Jackets) durchzuführen, ohne dass hierfür Bedienpersonal einzugreifen braucht.



Dieses NDT-Verfahren detektiert und ortet Risse in den Jacket-Strukturen, indem es Veränderungen der elastischen Wellen von Sendesignalen erfasst, die wiederum auf Verformungen der unterirdischen Strukturen schließen lassen. Dieses System hat eine größere Reichweite als andere Produkte, benötigt weniger Sensoren als Ultraschall-Prüfsysteme und liefert im Vergleich zum Verfahren der Modalanalyse größere Informationsmengen.

Es wird von einer eingebauten Software gesteuert, die auf einem PC installiert ist, beobachtet Veränderungen von Impulssignalen und stellt fest, ob diese Veränderungen durch Gezeiten verursacht werden und ob sie temporärer oder permanenter Natur sind. Die Software löst das Aussenden der Vibrationsimpulse aus, erkennt signifikante Veränderungen der reflektierten Impulse und meldet diese Veränderungen an das zentrale Überwachungssystem. Durch den hohen Automationsgrad und den minimalen Personalaufwand für die Bedienung des Systems verringern sich die Betriebskosten beträchtlich.

Dieses Verfahren kann auch den hohen Kostenaufwand überflüssig machen, mit dem der Einsatz fernbedienter Tauchfahrzeuge verbunden ist, und so nicht nur die Betriebskosten minimieren, sondern zugleich auch die Sicherheit erhöhen. Aufbauend auf dem Labormodell, wird sich Mecon mit einem großen Unternehmen aus der Öl- oder Offshore-Industrie als Partner als nächstes daran begeben, den Nachweis der Praxistauglichkeit eines skalierbaren Prototypen zu erbringen.

Dies könnte in nicht allzu ferner Zukunft realisiert werden, da der Prototyp des Vibrationsimpulssystems im Rahmen eines vom britischen Amt für Gesundheit und Sicherheit (Health and Safety Executive, HSE) für diesen Herbst geplanten unabhängigen Projekts getestet werden könnte. Dies wiederum wird es beiden Partnern ermöglichen, ihren Investitionsaufwand niedrig zu halten, und hoffentlich den Weg zur Schließung eines Lizenzabkommens mit einem Hersteller von Offshore-Ausrüstungen ebnen.

Kontakt
REYNOLDS, David

St. John’s Innovation Centre Ltd.
Cowley Road
CB40WS
Cambridge
UNITED KINGDOM
Tel: +44-1223-422220
Fax: +44-1223-420844
E-Mail: dreynolds@stjohns.co.uk

| Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen:
http://www.stjohns.co.uk/eeirc
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=&DOC=1&RCN=EN_RCN:1046&CALLER=OFFR_TM_DE&TBL=DE_OFFR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten
18.07.2018 | BIAS - Bremer Institut für angewandte Strahltechnik GmbH

nachricht Neues Verfahren verbessert Haltbarkeit der Beschichtung auf Werkzeugen
12.07.2018 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics