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Zahlreiche Weltneuheiten auf BMWi-Innovationstag Anfang Juni in Berlin

20.04.2016

Energieerzeugung und -speicherung mittels neuartiger Technologien

Die effizientere Nutzung regenerativer Energiequellen und die Optimierung elektrischer Speicher haben sich mehrere der 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Aufgabe gemacht, die sich auf dem Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) am 2. Juni in Berlin präsentieren.


Neuartige Energiewandlungseinheit zur optimalen Nutzung von Wind- und Solarenergie, Copyright: Flexiva GmbH


Kleinwindenergieanlage mit vertikaler H-Darrieus-Rotor, Copyright: windpower4u

Schwerpunkt der multitechnologischen Leistungsschau innovativer kleiner und mittlerer Unternehmen sind neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, deren Entstehung über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Ministeriums unterstützt wurde.

Mit einem aktuellen Jahresbudget von über 540 Millionen Euro und seiner Ausrichtung auf marktorientierte Technologieprojekte bildet das ZIM ein entscheidendes Element der abgestimmten Förderstruktur, mit der das BMWi innovationswillige mittelständische Unternehmen unterstützt. Das Programmportfolio wird derzeit im Rahmen einer bundesweiten Roadshow „Von der Idee zum Markterfolg – Innovationsprogramm für den Mittelstand“ vorgestellt, die mit dem Innovationstag ihren Abschluss findet.

Der optimalen Nutzung von Wind- und Solarenergie beispielsweise aus Kleinwindkraft- und Photovoltaik-Anlagen dient eine neuartige Energiewandlungseinheit, die von der FLEXIVA automation & Robotik GmbH (www.flexiva.eu), Amtsberg (Sachsen), gemeinsam mit dem Elektrotechnischen Institut der TU Chemnitz entwickelt wurde.

Als Produzent und Lieferant von Hardware-Komponenten für hybride Energie erweitert Flexiva damit sein Angebot um ein effizientes Energiemanagement für regenerative Energiequellen und elektrische Speicher. Ein komplexes, selbst optimierendes Betriebsführungsverfahren ermöglicht u. a. die aktive Filterung von Leistungsspitzen, die Glättung des fluktuierenden Energieeintrags, die Maximierung der Batterielebensdauer und die Einbeziehung eines Wärmespeichers (power2heat).

„Die ZIM-Förderung unseres Kooperationsprojektes ermöglichte, den Gebrauchswert der modularen Hardware-Plattform unserer Energiewandlungseinheit deutlich zu erhöhen, was sich spürbar auf die Vertriebserfolge und den Umsatz aus dem Verkauf dieser Produkte auswirken wird“, sagt Joachim Kowitz, Bereichsleiter AES der Flexiva GmbH.

Eine Kleinwindenergieanlage mit vertikalem H-Darrieus-Rotor für die dezentrale Energieversorgung im privaten und kleingewerblichen Betrieb wird von den sächsischen Firmen Käppler&Pausch GmbH, Neukirch/Lausitz, VENTEGO AG, Limbach-Oberfrohna, und windpower4u (www.windpower4u.de), Schmölln-Putzkau, auf dem Innovationstag vorgestellt.

Die mit weiteren zwei Kooperationspartnern und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelte Anlage ist in technologischer und materialtechnischer Hinsicht neuartig: Sie ist als einzige Anlage ihrer Art DIN-gerecht (DIN 61400-2) und bedarf in ihrer Größe keiner Zulassung durch Überwachungsbehörden. Darüber hinaus weisen die aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) hergestellten Rotorblätter eine extrem hohe Dauerfestigkeit auf. Ihre Aufhängung erfolgt strömungs- und festigkeitsgerecht ohne Verletzung des CFK-Verbundes.

Mit der Verbesserung der Effizienz von Brennstoffzellen als zukunftsweisende elektrochemische Energiewandler befasst sich das Netzwerk „Brennstoffzellen in Serie“ (BiS-Net) von 21 Partnern aus sieben Bundesländern (www.bis-net.de). Es wird vom Institut für Kompetenz in AutoMobilität – IKAM GmbH, Magdeburg, betreut und hat sich zum Ziel gesetzt, technologische Lösungen für eine kostengünstige Serienproduktion solcher Zellen für portable und stationäre Anwendungen zu entwickeln.

Die Leistungsfähigkeit stationärer und mobiler Energiespeichersysteme stärkt ein intelligentes faseroptisches Batterie-Management-System (smartBMS), das von der pdv-software GmbH (www.pdv-software.de), Goslar, in Kooperation mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut entwickelt wurde. Es kann über den gesamten Lebenszyklus eines Batteriesystems auf einzelner Zellebene die drei Kenngrößen Strom, Spannung und Temperatur erfassen und mittels Steuerungs- und Kommunikationssoftware beeinflussen.

Der Innovationstag Mittelstand des BMWi findet auf dem Parkgelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow statt. Auf der Leistungsschau werden neben rund 1.700 Besucher erwartet. Zu sehen sein werden auch Ergebnisse anwendungsorientierter Forschung für den Mittelstand, die mithilfe der Förderung aus dem Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und der Unterstützung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen Ostdeutschlands (INNO-KOM-Ost) entstanden sind. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sich mit einer Rede angekündigt.

Kontakt für Redaktionen: Lothar Braun, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Förderrevision, Dienste, AiF Projekt GmbH, Projektträger des BMWi, Tschaikowskistr. 49, 13156 Berlin, T.: 030 48163-458, l.braun@aif-projekt-gmbh.de, www.aif-projekt-gmbh.de, www.zim-bmwi.de

Lothar Braun | Checkpoint Media, Doro Mante

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