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Unsere digitale Gesellschaft im Jahr 2040

16.01.2019

Der Essaywettbewerb „twentyforty – Utopias for a digital society“ lädt ForscherInnen weltweit ein, ihre Utopien von einer digitalen Gesellschaft in 20 Jahren zu beschreiben.

Wie werden wir im Jahr 2040 entscheiden, leben und lieben? Wie gestalten wir zukünftig Schulen und die Art, wie wir arbeiten?


Banner zum Essaywettbewerb twentyforty

HIIG/Larissa Wunderlich

Der European Hub im Global Network of Internet Society Research Centers (NoC) und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) starten heute den internationalen Essaywettbewerb „twentyforty – Utopias for a digital society“ mit der Frage, wie die Gesellschaft in zwei Jahrzehnten aussehen wird.

Bis zum 4. März 2019 können WissenschaftlerInnen sämtlicher Disziplinen ihre Visionen zur digitalen Gesellschaft als kurzen Abstract in den fünf Teilbereichen Lernen, Lieben, Leben, Arbeiten und Entscheiden einreichen.

„Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halten sich in der Regel mit Zukunftsvisionen zurück. Mit dem Essaywettbewerb möchten wir ihnen eine Plattform bieten, über übliche Analysen hinaus, auch Utopien zu erdenken. Die Beiträge sollen thematisieren, welche Chancen und Herausforderungen sich für die Gesellschaft durch den Einsatz digitaler Technologien ergeben“, erklärt Dr. Benedikt Fecher, Initiator des Wettbewerbs und Forschungsprogrammleiter am HIIG.

Der Wettbewerb richtet sich insbesondere an die internationale Expertise im Bereich der Internet- und Gesellschaftsforschung, die das NoC seit sieben Jahren bündelt. Dazu betont Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des HIIG: „Mit diesem Wettbewerb möchten wir den Blick in die Zukunft in diesem bedeutenden Themengebiet wagen.

Gleichzeitig erhoffen wir uns dadurch neue Impulse, wie wir unsere Gesellschaft gestalten wollen. Gerade die Perspektiven aus den verschiedenen Ländern können hierzu neue Anregungen geben.”

Die AutorInnen der ausgewählten Beiträge werden im Mai 2019 zu einer Schreibwerkstatt nach Berlin eingeladen, wo sie gemeinsam unter Anleitung von Storytelling-ExpertInnen ihre Visionen von einer digitalen Zukunft finalisieren können.

„Alle Aufsätze werden anschließend breit veröffentlicht und inspirieren hoffentlich viele, sich darüber Gedanken zu machen, wie wir unsere Gesellschaft gestalten können“, erklärt Dr. Benedikt Fecher.

Weitere Informationen:
Call for Abstracts: hiig.de/twentyforty
Pressekontakt: Florian Lüdtke | Tel. +49 30 200 760 82 | presse@hiig.de

Über das NoC
Das Global Network of Internet Society Research Centers ist eine Initiative wissenschaftlicher Institutionen, die interdisziplinäre Forschung im breiten Themenkomplex Internet und Gesellschaft betreiben. Das Netzwerk wurde 2012 – u.a. vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) – gegründet und verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit der teilnehmenden Institute zu stärken, um voneinander zu lernen, Synergien zu heben und globale Fragen gemeinsam angehen zu können. Das NoC setzt sie sich mit Themen lokaler, nationaler und globaler Bedeutung auseinander, etwa in den Bereichen Policy, Regulierung und Governance, gesellschaftlicher Wandel, neue Märkte und Businessmodelle, Immaterialgüterrecht, Privacy, Sicherheit und vielen anderen mehr. Das Netzwerk möchte gemeinsame Forschungsaktivitäten anregen und koordinieren, denn viele dieser Fragen bedürfen einer internationalen und interdisziplinären Betrachtung. Mehr Informationen finden Sie hier: http://networkofcenters.net/about (englisch).

Innerhalb des NoC wurde 2017 der European Hub gegründet, dessen Ziel es ist, europäische Internetforschung auf internationaler Ebene zu stärken. Derzeit besteht das Netzwerk aus 26 Forschungsinstituten in 15 Ländern. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) ist derzeit Lead des European Hub.

Über das HIIG
Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive, um die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen. Als erstes Forschungsinstitut in Deutschland mit einem Fokus auf Internet und Gesellschaft hat das HIIG ein Verständnis erarbeitet, das die Einbettung digitaler Innovationen in gesellschaftliche Prozesse betont. Basierend auf dieser transdisziplinären Expertise und als Teil des Global Network of Interdisciplinary Internet & Society Research Centers will das HIIG eine europäische Antwort auf den digitalen Strukturwandel entwickeln.

Das HIIG wurde 2011 von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Universität der Künste Berlin (UdK) und vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) gegründet mit dem Hans-Bredow-Institut Hamburg als integrierter Kooperationspartner. Die ForschungsdirektorInnen des Instituts sind Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Prof. Dr. Björn Scheuermann, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer und Prof. Dr. Wolfgang Schulz.

Weitere Informationen:

http://hiig.de/twentyforty

Florian Lüdtke | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.hiig.de

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