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Ultraschallärzte tagen in Leipzig: Neue Techniken und Erkenntnisse

11.10.2016

Ultraschall ist ein vielfältiges und zudem das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ärzte untersuchen damit alle Organe und Gewebe: im Bauch- und Brustraum, Blutgefäße, Gehirn und Nerven, Gelenke, Muskeln und Geschlechtsorgane. Auch bei Kindern, in der vorgeburtlichen Diagnostik, in medizinischen Notfällen und bei Operationen kommt das schonende Verfahren zum Einsatz. Neue Techniken, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Beispiele für den medizinischen Ultraschall sind Thema des 40. Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen, Schweizer und Europäischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM, ÖGUM, SGUM, EFSUMB).

Der Kongress mit dem Motto „Ultraschall in der Medizin: Aspekte zu Fortbildung und Wissenschaft“ findet vom 26. bis 29. Oktober in Leipzig statt. Er richtet sich vor allem an Ärzte und europäische Wissenschaftler, die Sonografie in der Humanmedizin anwenden. Erwartet werden rund 1.800 Teilnehmer.

Der medizinische Ultraschall kommt in der Inneren Medizin, Chirurgie, Neurologie, Urologie, Frauen- und Kinderheilkunde, Dermatologie und selbst in der Tiermedizin vielfach zum Einsatz. „Dass die Sonografie das schonendste und zugleich kostengünstigste bildgebende Verfahren ist, gehört zwar zu ihren maßgeblichen Vorzügen, bildet es aber nicht ausreichend ab“, erläutert Kongresspräsident Professor Dr. med Andreas Hagendorff aus Leipzig.

„Denn vor allem basiert medizinischer Ultraschall heute auf höchsten technischen Entwicklungen und größter ärztlicher Expertise und Qualifikation“, sagt der stellvertretende Leiter der Abteilung für Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Leipzig. Dabei werde Ultraschall längst nicht mehr nur zur Diagnostik angewandt: Die Sonografie gewinnt zunehmend auch in der Therapie-Entscheidung und im Therapie-Monitoring an Bedeutung, betont der Kongresspräsident. Auf dem Kongress diskutieren Experten aus verschiedenen Disziplinen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse.

Ein besonderes Augenmerk des Kongresses liegt auch auf politischen Themen. „Auch in der Sonografie macht sich der steigende Kostendruck bemerkbar,“ betont Hagendorff, „doch gerade der frühe Einsatz dieses Verfahrens erlaubt eine zielgerichtete Diagnostik und verhindert oft sogar weitere, womöglich belastende und teure Untersuchungen.“ Außerdem stärke die erweiterte körperliche Untersuchung das Arzt-Patienten-Verhältnis - im Gegensatz etwa zur Großgerätemedizin.

Mit dem Kongress wenden sich die Fachgesellschaften insbesondere auch an den ärztlichen Nachwuchs in der Ultraschallmedizin. Neben einer eigens für Studenten ausgerichteten Einführung und Sitzungen zum Thema Ultraschall-Ausbildung, bietet die DEGUM auch in diesem Jahr wieder ein studentisches Anwenderseminar mit Theorie- und Praxisteilen an. „Schon im Studium sollten angehende Ärzte Ultraschallverfahren kennen lernen. Diese Möglichkeit bieten wir ihnen mit unserem erweiterten Programm“, betont Hagendorff.

Der Kongress bietet den Teilnehmenden rund 100 Refresher-Kurse und 16 Anwenderseminare. In 20 wissenschaftlichen Sitzungen und rund 12 wissenschaftlichen Postern gehen sie Themen aus der Grundlagenforschung und angewandter Ultraschalltechnologie an. Im Rahmen der praxisorientierten Weiterbildung lernen und üben Ärzte in „Hands-On Workshops“ in einem hoch modernen Ultrasound-Learning-Center diagnostische Techniken mit neuesten Geräten.

Begleitet wird das Programm durch eine Industrieausstellung von pharmazeutischen und medizintechnischen Firmen und Fachverlagen. Das Dreiländertreffen von DEGUM, ÖGUM und SGUM findet gemeinsam mit dem 28. Euroson Kongress der European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine an Biology (EFSUMB) im Congress Center Leipzig (CCL) statt.

Über die DEGUM
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bietet ein Forum für den wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des medizinischen Ultraschalls. Sie vereint rund 10 000 Ärzte verschiedener Fachgebiete, medizinische Assistenten, Naturwissenschaftler und Techniker. Ultraschalldiagnostik ist heute das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ultraschallanwendern bescheinigt die DEGUM eine entsprechende Qualifikation mit einem Zertifikat der Stufen I bis III. DEGUM zertifizierte Ärzte finden Patienten im Internet unter: http://www.degum.de.


Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) anlässlich des Dreiländertreffens DLT 2016 in Leipzig

Unverzichtbares Multitalent: Ultraschall revolutioniert Diagnostik und Therapie – von Schwangerschaft bis Herz-OP

Termin: Donnerstag, der 27. Oktober 2016, 11.00 Uhr
Ort: Congress Center Leipzig, SR 6/7 auf Ebene +2 im CCL
Anschrift: Messe-Allee 1, 04356 Leipzig

Vorläufige Themen und Referenten:

Kathetereingriff statt OP: Echokardiografie ermöglicht neue Optionen in der Herzklappentherapie – und weitere Highlights der Tagung
Professor Dr. med Andreas Hagendorff, Stellvertretender Leiter der Abteilung für Kardiologie und Angiologie, Universitätsklinikum Leipzig, DEGUM Stufe III, Kongresspräsident DLT 2016

Angeborene Herzfehler beim ungeborenen Kind: Wann werdende Eltern einen Ultraschall-Spezialisten aufsuchen sollten
Professor Dr. med. Renaldo Faber, Zentrum für Pränatale Medizin, Leipzig, Leiter der DEGUM-Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe, DEGUM Stufe III

Bluttest statt Bildgebung? Warum die nicht-invasive Pränataldiagnostik den Ultraschall nicht ersetzen kann
PD Dr. med. Kai-Sven Heling, Praxis für Pränatalmedizin, Berlin, Vorstand DEGUM (Neupräsident), DEGUM Stufe III

Ultraschall angemessen vergüten! Moderne Geräte, Qualifikation und Zeit sind Vorrausetzung für Qualität in der sonografischen Diagnostik
Dr. med. Hans Worlicek, Internistische Praxis Facharztzentrum Regensburg, Leiter der Kommission für Ultraschall in der Praxis der DEGUM, DEGUM Stufe III

Moderation: DEGUM Pressestelle


Kontakt für Journalisten:

Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Sabrina Hartmann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart

Tel.: +49 (0)711 8931-649
Fax: +49 (0)711 8931-167
E-Mail: hartmann@medizinkommunikation.org

Weitere Informationen:

http://www.degum.de

Anna Julia Voormann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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