Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UKL-Augenärzte informieren über neues Netzhautprothesen-System

25.03.2013
Informationsveranstaltung im Uniklinikum am 27. März offen für jedermann

Wird die Netzhaut durch Erkrankung oder Verletzung zerstört, verlieren die Betroffenen die Sehkraft. Denn nur die Netzhaut kann Licht in Nervenimpulse umwandeln, die zum Gehirn geleitet werden.

Besonders bei Retinitis pigmentosa, einer angeborenen Netzhautveränderung, gab es bisher keine Behandlungsmöglichkeiten. Ein bionisches Auge bietet jetzt erstmals Hoffnung: Mit Hilfe einer videogestützten Netzhautprothese können Betroffene teilweise wieder sehen.

„Ist die Netzhaut defekt, haben auch wir Augenärzte bisher keine Möglichkeit, unseren Patienten wirksam zu helfen“, erklärt Prof. Peter Wiedemann, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Leipzig. Bei Retinitis pigmentosa erleben die Betroffenen einen unaufhaltsamen Sehkraftverlust bis zur Erblindung. Diese Erkrankung zerstört unwiederbringlich die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut. Ein spezielles mikrosystemtechnisches Implantat ermöglicht diesen Patienten nun erstmals, teilweise wieder sehen zu können. Das jetzt zugelassene System wurde bisher weltweit bei 50 Menschen eingesetzt.

„Das Netzhautprothesensystem besteht aus einer Brille mit einer Minikamera und Elektroden, die auf der Netzhaut implantiert werden“, beschreibt Prof. Wiedemann das innovative System. „Ein Computer wandelt die Videobilder in elektrische Impulse um, die über die Nervenzellen der Netzhaut zum Gehirn geleitet werden“. Mit einem speziellen Training lernen die Patienten, so wieder Teile ihrer Umgebung zu erkennen. „Auch wenn dies ganz sicher kein normales Sehen ist, können Betroffene auf diese Weise teilweise ihre frühere Unabhängigkeit zurückgewinnen“, so Wiedemann zu den Möglichkeiten des Implantats.

Um Patienten, Angehörige und Augenärzte über das neue Prothesensystem zu informieren, laden die UKL-Augenärzte am 27. März zu einer Informationsveranstaltung im Universitätsklinikum Leipzig ein. Die Vorstellung des Netzhaut-Implantatsystems Argus II beginnt 16. 00 Uhr im Hörsaal der Kopfklinik in der Liebigstraße und ist offen für jedermann.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Wiedemann
Direktor der Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Leipzig
Teil. 0341- 97 21650
E-Mail: peter.wiedemann@uniklinik-leizpig.de

Helena Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-leizpig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Mobile World Congress: Bundesamt für Strahlenschutz rät zu Handys mit geringem SAR-Wert
22.02.2019 | Bundesamt für Strahlenschutz

nachricht Unendliche Weiten: Geophysiker nehmen den Weltraum ins Visier
21.02.2019 | Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Jet/Hüllen-Rätsel in Gravitationswellenereignis gelöst

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Astronomen des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat Radioteleskope auf fünf Kontinenten miteinander verknüpft, um das Vorhandensein eines stark gebündelten Materiestrahls, eines sogenannten Jets zu beweisen, der vom Überrest des bisher einzigen bekannten Gravitationswellenereignisses ausgeht, bei dem zwei Neutronensterne miteinander verschmolzen. Bei den Beobachtungen im weltweiten Netzwerk spielte das 100-m-Radioteleskop in Effelsberg eine wichtige Rolle.

Im August 2017 wurde zum ersten Mal die Verschmelzung zweier sehr kompakter Sternüberreste, sogenannter Neutronensterne, beobachtet, deren vorhergehende...

Im Focus: (Re)solving the jet/cocoon riddle of a gravitational wave event

An international research team including astronomers from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has combined radio telescopes from five continents to prove the existence of a narrow stream of material, a so-called jet, emerging from the only gravitational wave event involving two neutron stars observed so far. With its high sensitivity and excellent performance, the 100-m radio telescope in Effelsberg played an important role in the observations.

In August 2017, two neutron stars were observed colliding, producing gravitational waves that were detected by the American LIGO and European Virgo detectors....

Im Focus: Materialdesign in 3D: vom Molekül bis zur Makrostruktur

Mit additiven Verfahren wie dem 3D-Druck lässt sich nahezu jede beliebige Struktur umsetzen – sogar im Nanobereich. Diese können, je nach verwendeter „Tinte“, die unterschiedlichsten Funktionen erfüllen: von hybriden optischen Chips bis zu Biogerüsten für Zellgewebe. Im gemeinsamen Exzellenzcluster „3D Matter Made to Order” wollen Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Heidelberg die dreidimensionale additive Fertigung auf die nächste Stufe heben: Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien, die einen flexiblen, digitalen Druck ermöglichen, der mit Tischgeräten Strukturen von der molekularen bis zur makroskopischen Ebene umsetzen kann.

„Der 3D-Druck bietet gerade im Mikro- und Nanobereich enorme Möglichkeiten. Die Herausforderungen, um diese zu erschließen, sind jedoch ebenso gewaltig“, sagt...

Im Focus: Diamanten, die besten Freunde der Quantenwissenschaft - Quantenzustand in Diamanten gemessen

Mithilfe von Kunstdiamanten gelang einem internationalen Forscherteam ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Hightech-Anwendung von Quantentechnologie: Erstmals konnten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Quantenzustand eines einzelnen Qubits in Diamanten elektrisch zu messen. Ein Qubit gilt als die Grundeinheit der Quanteninformation. Die Ergebnisse der Studie, die von der Universität Ulm koordiniert wurde, erschienen jüngst in der renommierten Fachzeitschrift Science.

Die Quantentechnologie gilt als die Technologie der Zukunft. Die wesentlichen Bausteine für Quantengeräte sind Qubits, die viel mehr Informationen verarbeiten...

Im Focus: Wasser ist homogener als gedacht

Um die bekannten Anomalien in Wasser zu erklären, gehen manche Forscher davon aus, dass Wasser auch bei Umgebungsbedingungen aus einer Mischung von zwei Phasen besteht. Neue röntgenspektroskopische Analysen an BESSY II, der ESRF und der Swiss Light Source zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Bei Raumtemperatur und normalem Druck bilden die Wassermoleküle ein fluktuierendes Netz mit durchschnittlich je 1,74 ± 2.1% Donator- und Akzeptor-Wasserstoffbrückenbindungen pro Molekül, die eine tetrahedrische Koordination zwischen nächsten Nachbarn ermöglichen.

Wasser ist das „Element“ des Lebens, die meisten biologischen Prozesse sind auf Wasser angewiesen. Dennoch gibt Wasser noch immer Rätsel auf. So dehnt es sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Mobile World Congress: Bundesamt für Strahlenschutz rät zu Handys mit geringem SAR-Wert

22.02.2019 | Veranstaltungen

Unendliche Weiten: Geophysiker nehmen den Weltraum ins Visier

21.02.2019 | Veranstaltungen

Tagung rund um zuverlässige Verbindungen

20.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Jet/Hüllen-Rätsel in Gravitationswellenereignis gelöst

22.02.2019 | Physik Astronomie

Forschergruppe der TH Lübeck untersucht Grundwasserneubildung in Zypern und Jordanien

22.02.2019 | Geowissenschaften

Wissenschaftler forschen an neuer Methode zum Aufbau eines künstlichen Eierstocks

22.02.2019 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics