Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf der Suche nach schonenden Therapien - Norddeutschlands Urologen tagen in Hamburg

25.03.2013
Wie viel Diagnostik und Therapie müssen sein? Auf dem 7. Nordkongress Urologie, zu dem rund 700 Teilnehmer vom 18. bis 20. April 2013 im Hotel Grand Elysée in der Hansestadt erwartet werden, diskutieren Norddeutschlands Urologen einen Paradigmenwechsel ihres Fachgebietes zur minimalen Invasivität.

Mit Prof. Dr. Margit Fisch, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Eppendorf, ist erstmals eine Frau Präsidentin des Regionalkongresses, der jährlich von der Vereinigung Norddeutscher Urologen e.V., der Brandenburgischen Gesellschaft für Urologie e.V. und der Berliner Urologischen Gesellschaft e.V. veranstaltet wird.

Volkskrankheiten wie Harnsteine, die gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) und die erektile Dysfunktion, aber auch Tumoren von Harnblase, Niere und Prostata zählen zu den häufigsten Krankheitsbildern, die von Urologen behandelt werden. „Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse können wir heute einige diagnostische und therapeutische Methoden auf den Prüfstand stellen“, sagt Prof. Dr. Margit Fisch. Was können wir konservativ behandeln? Wann müssen wir umschwenken auf eine interventionelle Therapie? Was geht minimal-invasiv bei gutartigen Erkrankungen wie der BPH, in der Steintherapie, der rekonstruktiven Urologie oder in der Tumortherapie? Was ist bei einem immer älter werdenden Patientenkollektiv sinnvoll?

So lauten aktuelle Fragestellungen, die auf dem 7. Nordkongress unter dem Motto „Urologie im Wandel zur minimalen Invasivität“ thematisiert werden. „Wir sind zunehmend in der Lage, unser Eingreifen am individuellen Patientenrisiko auszurichten und damit im Einzelfall eine bessere Lebensqualität zu erhalten“, sagt Prof. Fisch, die in ihrer Funktion als Präsidentin der Vereinigung Norddeutscher Urologen e.V. dem diesjährigen Nordkongress vorsteht.

Weniger ist manchmal mehr – das gilt zum Beispiel für die risikoadaptierte Nachsorge beim Hodentumor, die in vielen Fällen eine Verringerung der Strahlenbelastung durch Computertomographien bedeutet. Gleichzeitig ermöglicht die Spermienkonservierung im Vorfeld der Behandlung den meist jungen Betroffenen eine spätere Vaterschaft, die für ihre Lebensqualität entscheidend sein kann. Kleine Nierentumore können und sollten heute wenn möglich organerhaltend operiert werden, da in den letzten Jahren klar gezeigt werden konnte, dass das Überleben der Patienten im Vergleich zur kompletten Entfernung der Niere verlängert werden kann und dies unabhängig von der Krebserkrankung.
Der Eingriff kann bei Patienten mit kleinen Tumoren und oberflächlicher Lage minimal-invasiv, das heißt DaVinci assisitiert oder laparoskopisch durchgeführt werden. Bei Männern mit Niedrigrisiko-Prostatakarzinom ist die aktive Überwachung (Active Surveillance) neben Bestrahlung und Operation laut S3-Prostatakarzinom-Leitlinie schon heute eine nicht-invasive Behandlungsalternative. Hat der frühere Standard bei der Entfernung von Harnsteinen – die berührungsfreie Zertrümmerung durch Stoßwellen (ESWL) – Bestand oder ist es dank neuer OP-Techniken und neuer Instrumente schonender für den Patienten sie über eine Punktionsstelle endoskopisch zu entfernen? Auch diese Frage werden die Experten in Hamburg diskutieren.

Mit dem „Konzept Nordkongress“ bündeln die drei regionalen urologischen Fachgesellschaften aus Hamburg, Berlin und Brandenburg ihre Kräfte und sichern Fortbildung vor Ort auf hohem Niveau. Ein Pflegekongress samt Hospitationen in Hamburger Praxen, Kliniken und Betrieben für nichtärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehört dazu. Mit der Vergabe diverser Preise und dreier Promotions-Stipenden fördern die Fachgesellschaften ihren medizinischen Nachwuchs. Im Rahmen der Berufspolitik geht es auf dem 7. Nordkongress um mehr Patientensicherheit durch das Fehlermanagement-System CIRS-Urologie.

Medienvertreter sind auf den wissenschaftlichen Veranstaltungen im Kongresshotel Grand Elysée und den Workshops, etwa zur sonographischen Diagnostik und modernen Harnsteinentfernung, willkommen. Prof. Fisch steht für Interviews auch vorab zur Verfügung.

Akkreditierung und Material anfordern:
http://nordkongress2013.de/presse/presse-akkreditierung/

Weitere Informationen:
Bettina-C. Wahlers
Sabine M. Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel: 040 - 79 14 05 60
Fax: 040 - 79 14 00 27
Mobil: 0170 - 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de

Bettina-Cathrin Wahlers | idw
Weitere Informationen:
http://nordkongress2013.de
http://nordkongress2013.de/presse/presse-akkreditierung/

Weitere Berichte zu: Diagnostik Invasivität Lebensqualität Niere Nordkongress Prostata Urologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte
13.07.2018 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics