Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

So wichtig wie noch nie - analytica conference 2016 in München

19.04.2016

Verunsichert unser Mehr an Wissen uns immer mehr? Bestes Beispiel sind die Lebensmittel. Was darin an natürlichen Stoffen enthalten ist, interessiert den gesundheitsbewussten Bürger ebenso wie die durch menschliche Aktivitäten eingetragenen Stoffe – man nehme nur Glyphosat. Doch woher kommt das Wissen, was in welchen Mengen in den Lebensmitteln enthalten ist? Die Antworten liefert uns die Analytische Chemie, die vom 10. bis 13. Mai im Rahmen der analytica auf dem Münchener Messegelände im Mittelpunkt steht. Parallel zur weltgrößten Messe der Laborbranche läuft bis zum 12. Mai die analytica conference.

Einen Schwerpunkt der analytica conference bilden die analytischen Trenntechniken, und das ist kein Wunder. Bevor man nämlich genau bestimmen kann, welche Stoffe in einem komplexen Substanzgemisch vorhanden sind – also beispielsweise die Aromastoffanalyse, um dem Charakter eines Weines auf die Spur zu kommen – müssen die Stoffe voneinander getrennt werden, die zudem oft nur in sehr geringen Mengen enthalten sind. Und das gilt für Pflanzenextrakte genauso wie für Kohlenteer.

Diese Trenntechniken, ob chromatographisch oder elektrophoretisch, wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr verfeinert, und sie wurden auch immer empfindlicher, exakter, verlässlicher und schneller. Genau diese Attribute müssen beispielsweise bei Doping-Kontrollen erfüllt sein.

In 24 bis 48 Stunden müssen die Substanzen aber nicht nur voneinander getrennt sein, sie müssen auch zweifelsfrei identifiziert sein. Und das erledigt, direkt an die Chromatographie gekoppelt, zumeist die Massenspektrometrie. Zur richtigen Versuchsdurchführung und -auswertung bedarf es aber immer eines Fachmanns, des analytischen Chemikers. Die analytica conference zeigt für ihn und alle in analytischen Laboren Tätigen die neuesten Trends auf.

Und dazu zählen in diesem Jahr multidimensionale Techniken in der Gas- und Flüssigchromatographie. Denn um bei komplizierten Proben aussagekräftige Analysenergebnisse zu erhalten, ist es nicht damit getan, in einem Verfahrensgang ein einziges Mal zu trennen und zu analysieren; das muss mehrmals, „multidimensional“, erfolgen. Somit ist die Conference Session „Separation techniques: How many dimensions are enough?“ hochaktuell.

Sie zeigt intelligente Wege der mehrdimensionalen Trennung und Analyse von komplexen Substanzgemischen auf. Durch den Erfahrungsaustausch unter Kollegen gelingt es Wissenschaftlern besser, ihre eigenen Aufgabenstellungen zu lösen, um dann den Verbrauchern beispielsweise mitteilen zu können, was sie essen oder welche Substanzen sie umgeben.

In die Session eingebettet sind die Verleihung des Eberhard-Gerstel-Preises und die Rudolf-Bock-Gedächtnisvorlesung. Der Eberhard-Gerstel-Preis wird für eine herausragende Publikation auf dem Gebiet der Analytischen Trenntechniken an junge Nachwuchswissenschaftler vergeben. Gestiftet wird der alle zwei Jahre ausgelobte Preis in Höhe von 2000 Euro von der GERSTEL GmbH & Co. KG Mülheim an der Ruhr. Preisträgerin ist in diesem Jahr die 27-jährige Doktorandin Andrea Beutner von der Universität Regensburg.

Im Frühjahr 2015 hatte sie in der Zeitschrift Analytical Chemistry der American Chemical Society einen Beitrag über die zweidimensionale Trennung von ionischen Spezies durch Kopplung der Kapillarionenchromatographie und der Kapillarelektrophorese mit der Massenspektrometrie veröffentlicht. Dieses zweidimensionale Trennsystem ist eine instrumentelle Innovation. Die gerätetechnische Bedeutung der Arbeit ist durch die inzwischen offengelegte internationale Patentanmeldung dokumentiert.

Die Rudolf-Bock-Gedächtnisvorlesung wird Privatdozent Dr. Wolfgang Dünges, Mainz, halten, einer der Weggefährten von Rudolf Bock mit großen Erfolgen im Bereich der Mikromethoden zu Anreicherung und Trennung von Substanzen. Über diese Methoden wird er auch in seinem Festvortrag berichten. Professor Dr. Rudolf Bock hat in den 1970er Jahren zahlreiche Standardwerke verfasst, die die Analytische Chemie in systematischer Weise darstellen und bis heute noch Verwendung finden. Darüber hinaus galt er als ein ausgezeichneter Hochschullehrer mit zahlreichen erfolgreichen Forschungsarbeiten zu Trenntechniken.

Die analytica conference findet im ICM – Internationales Congress Center München statt. Der Eintritt ist für Besucher der analytica, der Internationalen Leitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, kostenfrei. Die analytica findet vom 10 bis 13. Mai auf dem Gelände der Messe München statt. Für das Programm der analytica conference, die vom 10. bis 12. Mai dauert, zeichnen die drei im Forum Analytik zusammengeschlossenen wissenschaftlichen Gesellschaften, Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL), verantwortlich.

Aktuelles Programm zur analytica conference unter www.gdch.de/analyticaconf2016  oder in der Termindatenbank unter www.analytica.de/conference .

Ansprechpartner für die Presse:

analytica conference
Dr. Renate Hoer
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 69 7917-493
E-Mail: r.hoer@gdch.de

analytica
Kathrin Hagel
Pressereferentin analytica
Tel.: +49 89 949–21474
E-Mail: kathrin.hagel@messe-muenchen.de

Weitere Informationen:

http://www.analytica.de/conference
http://www.gdch.de/analyticaconf2016

Dr. Renate Hoer | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Weitere Berichte zu: Analytik Analytische Chemie Biotechnologie Labortechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?
21.06.2018 | ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung

nachricht Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?
21.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics