Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

REACH ist da – GHS auch !!

23.02.2010
Experten diskutieren im HDT neue EU-Chemikalienregelung

Jeden Tag werden tausende von Chemikalien verwendet, über die es oft nur unzureichende Informationen gibt. Das ändert sich: Die EU-Mitgliedsländer haben sich auf eine verbindliche Regelung für Chemikalien geeinigt: die so genannte REACH-Verordnung sorgt für eine bessere Informationsgrundlage und nimmt dabei die Industrie in die Pflicht. Das Essener Haus der Technik (HDT) wendet sich im Rahmen einer Vortragsveranstaltung mit namhaften Experten an die Betroffenen und versucht, zentrale Fragen zu klären.

Die Zielrichtung der REACH-Verordnung steht fest: Der Handel mit chemischen Substanzen soll sicherer gestaltet werden - und das EU-weit. REACH steht für Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien. Es dürfen nur noch Stoffe in den Verkehr gebracht werden, zu denen ein ausreichender Datensatz vorliegt. Gefordert werden dabei Daten für alle Stoffe, die in einer Menge von mehr als einer Tonne pro Jahr hergestellt oder in die EU importiert werden. Hier stehen die Unternehmen in der Pflicht, diese Stoffe in einer zentralen Datenbank registrieren zu lassen. Zudem sollen auch mehr als 30.000 Chemikalien auf den Prüfstand gestellt werden, die vor 1981 auf den Markt gekommen sind. Bislang mussten nämlich lediglich die so genannten Neustoffe, die erstmals nach 1981 vermarktet wurden, auf ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit untersucht werden.

Die Resonanz auf die Verordnung ist höchst unterschiedlich. Industrie, Politik, Umweltverbände und Wissenschaftler diskutieren seit langem lebhaft die möglichen Konsequenzen der Verordnung. Die Verunsicherung ist gerade auf Seiten der chemischen Industrie groß, sieht sie sich doch nach Expertenschätzungen durch REACH mit Kosten von rund acht Milliarden Euro konfrontiert. „Da stellen sich natürlich eine Reihe von Fragen“, sagt Dr. Volker J. Soballa von der Evonik Degussa GmbH. Das Essener Haus der Technik hat daher eine Vortragsveranstaltung ins Leben gerufen, die der Fachmann leitet. Am 14. April 2010 treffen sich namhafte Experten in Essen, um den Teilnehmern einen Einblick in den aktuellen Stand der Diskussion zu vermitteln und bestehende Fragen zu klären. „Die REACH-Verordnung ist da!“, so Dr. Soballa. „Nun geht es für alle Betroffenen darum, sich darauf einzustellen und vor allem sachlich die Änderungen abzuwägen.“

Was ändert sich durch REACH? Wie können mögliche Nachteile ausgeglichen oder vermieden werden? Welche Konsequenzen hat die Verordnung für die Hersteller, die Käufer und Verwender von Chemikalien? Die Bandbreite der Fragen bezüglich der geplanten EU-Verordnung ist groß.

Einen Tag später, am 15. April 2010, steht das „Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS)“ im Mittelpunkt.

Zu den Kernelementen von GHS gehören neue Symbole, Signalwörter, die Einführung von Gefahrenhinweisen (hazard statements) und Sicherheitshinweisen (precautionary statements) sowie Gefahrenklassen (hazard classes), welche die Natur der Gefahr beschreiben und in Gefahrenkategorien (hazard categories) unterteilt werden. Am 20. Januar 2009 trat die Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 – „CLP-(EU-GHS)-Verordnung“ genannt in Kraft. Ab dem 1. Dezember 2010 müssen Stoffe und ab dem 1. Juni 2015 Gemische nach CLP gekennzeichnet werden; erlaubt ist es aber schon jetzt. Die Veranstaltung wird von Herrn Prof. Dr. Thomas Gebel, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund geleitet.

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm erhalten Interessierte auf Anfrage beim Haus der Technik, Tel. 0201/1803-344 (Frau Stossun), Fax 0201/1803-346, eMail: information@hdt-essen.de bzw. im Internet unter

www.gefahrstoffbeauftragter.eu

Pressekontakt

Haus der Technik e.V.
Dipl.-Ing. Kai Brommann
Hollestraße 1, 45127 Essen
Tel. 0201 – 18 03 251, Fax. 0201 – 18 03 269
E.Mail: k.brommann@hdt-essen.de

Kai Brommann | Haus der Technik e.V.
Weitere Informationen:
http://www.hdt-essen.de
http://www.gefahrstoffbeauftragter.eu

Weitere Berichte zu: EU-Chemikalienregelung GHS HDT REACH REACH-Verordnung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt
06.04.2020 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren
03.04.2020 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

06.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Virtueller Roboterschwarm auf dem Mars

06.04.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics