Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Physics of Cancer" - Forscher diskutieren über biomechanische Eigenschaften von Krebszellen

30.09.2016

Physics of Cancer", die Weltkonferenz zur Physik von Krebszellen, findet in diesem Jahr vom 4. bis 6. Oktober wieder in Leipzig statt. Die Fachtagung wird bereits zum 7. Mal von Prof. Dr. Josef Alfons Käs, Biophysiker der Universität Leipzig, organisiert. Etwa 180 renommierte Krebsbiologen, Physiker und Mediziner aus aller Welt werden dazu erwartet. Die Experten befassen sich diesmal unter anderem mit dem Schwerpunkt DNA-Nanotechnologie.

Experte auf diesem Gebiet ist Dr. David M. Smith vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI in Leipzig, der dazu referieren wird. Seine Arbeitsgruppe erforscht und entwickelt DNA-basierte Werkzeuge für die biomedizinische Forschung. Dabei werden DNA-Moleküle und deren Eigenschaften genutzt, um damit Biomaterialien nanometergenau anzuordnen und zu strukturieren.

Neuesten Erkenntnissen der Biophysiker zufolge könnten sogenannte bionische, also künstlich hergestellte Moleküle entscheidend dazu beitragen, die Zellbewegung von Krebszellen im Körper zu verringern.

"Die bionischen Moleküle erfüllen die Funktion des echten Proteins, werden aber von der Krebszelle im Gegensatz zu den natürlichen Proteinen nicht erkannt und dadurch auch von ihr nicht bekämpft", erklärt Käs. Dadurch ergebe sich eine völlig neue Methode, die Ausbreitung von Krebszellen merklich zu bremsen.

Ein weiteres Thema, mit dem sich die Forscher bei der Konferenz "Physics of Cancer" beschäftigen, ist die Frage nach der Konsistenz von Gewebe: Ist es flüssig oder ein Festkörper?

"Um die Antwort vorweg zu nehmen - es kann beides sein. Das ist eine ganz neue Erkenntnis", sagt Käs. Wenn eine Zelle zwischen anderen Zellen "eingeklemmt" ist und sich nicht bewegen kann, ist das Gewebe ein Festkörper. Ist sie dagegen weicher und kann fließen, gilt sie als Flüssigkeit.

"'Normale' Zellen sind eher fest. Krebszellen haben meist einen flüssigen Charakter. Sie werden weich, um sich besser im Körper verteilen zu können. Ein Tumor ist jedoch heterogen. Er enthält weiche und harte Zellen. Krebszellen sind anpassungsfähig", erläutert der Biophysiker.

Leiter des Symposiums sind neben Käs auch David Smith vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI und Prof. Dr. Harald Herrmann-Lerdon vom Deutschen Krebsforschungsinstitut in Heidelberg. Die Konferenz findet im Haus des Buches, Gerichtsweg 28, in Leipzig statt.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Josef Alfons Käs
Institut für Experimentelle Physik I
Telefon: +49 341 97-32470
E-Mail: jkaes@physik.uni-leipzig.de

Weitere Informationen:

http://conference.uni-leipzig.de/poc/2016/

Susann Huster | Universität Leipzig

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie sieht das Essen der Zukunft aus?
25.04.2019 | Universität Witten/Herdecke

nachricht Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur
17.04.2019 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Volle Fahrt voraus für SmartEEs auf der Automotive Interiors Expo 2019

Flexible, organische und gedruckte Elektronik erobert den Alltag. Die Wachstumsprognosen verheißen wachsende Märkte und Chancen für die Industrie. In Europa beschäftigen sich Top-Einrichtungen und Unternehmen mit der Forschung und Weiterentwicklung dieser Technologien für die Märkte und Anwendungen von Morgen. Der Zugang seitens der KMUs ist dennoch schwer. Das europäische Projekt SmartEEs - Smart Emerging Electronics Servicing arbeitet an der Etablierung eines europäischen Innovationsnetzwerks, das sowohl den Zugang zu Kompetenzen als auch die Unterstützung der Unternehmen bei der Übernahme von Innovationen und das Voranschreiten bis zur Kommerzialisierung unterstützt.

Sie umgibt uns und begleitet uns fast unbewusst durch den Alltag – gedruckte Elektronik. Sie beginnt bei smarten Labels oder RFID-Tags in der Kleidung,...

Im Focus: Full speed ahead for SmartEEs at Automotive Interiors Expo 2019

Flexible, organic and printed electronics conquer everyday life. The forecasts for growth promise increasing markets and opportunities for the industry. In Europe, top institutions and companies are engaged in research and further development of these technologies for tomorrow's markets and applications. However, access by SMEs is difficult. The European project SmartEEs - Smart Emerging Electronics Servicing works on the establishment of a European innovation network, which supports both the access to competences as well as the support of the enterprises with the assumption of innovations and the progress up to the commercialization.

It surrounds us and almost unconsciously accompanies us through everyday life - printed electronics. It starts with smart labels or RFID tags in clothing, we...

Im Focus: Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

Das menschliche Auge ist für Grün besonders empfindlich, für Blau und Rot hingegen weniger. Chemiker um Hubert Huppertz von der Universität Innsbruck haben nun einen neuen roten Leuchtstoff entwickelt, dessen Licht vom Auge gut wahrgenommen wird. Damit lässt sich die Lichtausbeute von weißen LEDs um rund ein Sechstel steigern, was die Energieeffizienz von Beleuchtungssystemen deutlich verbessern kann.

Leuchtdioden oder LEDs können nur Licht einer bestimmten Farbe erzeugen. Mit unterschiedlichen Verfahren zur Farbmischung lässt sich aber auch weißes Licht...

Im Focus: Münchner Lichtquanten-Destillerie

Garchinger Physiker entwickeln eine Technik, um reine einzelne Photonen zu extrahieren

Das Destillieren von Spirituosen steigert den Gehalt von Alkohol relativ zum Wasseranteil. Ähnlich wirkt eine Methode auf Lichtquanten, Photonen, die ein Team...

Im Focus: Energy-saving new LED phosphor

The human eye is particularly sensitive to green, but less sensitive to blue and red. Chemists led by Hubert Huppertz at the University of Innsbruck have now developed a new red phosphor whose light is well perceived by the eye. This increases the light yield of white LEDs by around one sixth, which can significantly improve the energy efficiency of lighting systems.

Light emitting diodes or LEDs are only able to produce light of a certain colour. However, white light can be created using different colour mixing processes.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie sieht das Essen der Zukunft aus?

25.04.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

UKP-Laser erobern Makrobearbeitung

25.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Kraftwerk ohne DNA

25.04.2019 | Biowissenschaften Chemie

Chemische Reaktionen per Licht antreiben

25.04.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics