Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Natur- und Sozialwissenschaften erforschen, bewerten und kommunizieren Risiken gemeinsam

12.03.2010
2. BfR-Symposium Risikokommunikation stellt interdisziplinäre Forschung in den Mittelpunkt

Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen Risiken und Nutzen von Chemikalien im Alltag in etwa gleich hoch ein.

Diese Einschätzung bezieht sich auf Haushaltsreiniger als größte Produktgruppe, schließt aber auch kosmetische Mittel und Spielzeug ein. Obwohl Verbraucher nicht alle Sicherheitshinweise auf chemischen Produkten berücksichtigen, würden sie mehr Informationen zu Risiken auf der Verpackung begrüßen. Diese sollten leicht verständlich sein, zum Beispiel in Form von Symbolen.

Als Hauptverantwortliche für die Kommunikation von Risiken durch chemische Produkte sehen Verbraucherinnen und Verbraucher die Hersteller. Von staatlichen Institutionen erwarten sie vor allem deren Kontrolle. Das sind zentrale Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Neben weiteren Forschungsarbeiten wurde es auf dem Zweiten BfR-Symposium Risikokommunikation vorgestellt, das heute in Berlin zu Ende ging. "Wir haben das Symposium als interdisziplinäre Veranstaltung konzipiert, bei der sich Fachleute aus Sozial- und Naturwissenschaften über Fragen der Erforschung, Bewertung und Kommunikation von Risiken austauschen", sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Die Antwort auf die Frage, wie eine Gesellschaft angemessen mit spezifischen Risiken umgehen sollte, können Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften nur gemeinsam geben. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Disziplinen aus Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen aus Deutschland und Österreich haben in den vergangenen beiden Tagen am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin über diese Thematik diskutiert. Chemiker, Biologen und Mediziner, die Risiken wissenschaftlich bewerten, haben mit Soziologen und Psychologen, die erforschen, wie diese Risikobewertungen in der Bevölkerung aufgenommen und umgesetzt werden, gemeinsam die Brücke vom Labor- zum Küchentisch geschlagen. Deutlich wurde, dass die Verständigung aller Beteiligten über methodische Grenzen hinweg sowie die zielgruppengerechte Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse an Interessierte aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Verbänden, öffentlichen Institutionen, Nichtregierungsorgansiationen und der Verbraucherschaft von hoher Bedeutung sind.

Neben dem Projekt zur Risikowahrnehmung von chemischen Produkten im Alltag stellte die Abteilung Risikokommunikation gemeinsam mit den Abteilungen Chemikalien-, Lebensmittel- und Produktsicherheit des BfR weitere laufende und kürzlich abgeschlossene Projekte aus der sozialwissenschaftlichen Risikokommunikation zu naturwissenschaftlichen Themen vor. Darunter befinden sich eine Analyse von Internetforen zur Nanotechnologie, ein Konzept zur Indexierung von Risiken am Beispiel Produktsicherheit, Erkenntnisse zu Grenzen und Möglichkeiten der Kennzeichnung von Produkten, Analysen zur zielgruppengerechten Risikokommunikation zum Thema Nahrungsergänzungsmittel und ein Projekt zu der Frage, wie die Risikobewertungen des BfR zur Lebensmittelsicherheit die Risikowahrnehmung von Verbrauchern beeinflussen können.

Die Vorträge der Veranstaltung werden in Kürze auf der Internetseite des BfR http://www.bfr.bund.de unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen" veröffentlicht. Unter dem Menüpunkt "Publikationen" stehen die bei der Veranstaltung vorgestellten Abschlussberichte der Forschungsprojekte in der Reihe BfR-Wissenschaft zum Herunterladen zur Verfügung.

Dr. Suzan Fiack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfr.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen
10.10.2019 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“
10.10.2019 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

Aktuelle Trends an den Finanzmärkten im Schnelldurchlauf

09.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IZM setzt das E-Auto auf die Überholspur

11.10.2019 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt auf der COMPAMED 2019: Keine Digitalisierung in der Medizintechnik ohne Mikrotechnologien

11.10.2019 | Messenachrichten

Kryptografie für das Auto der Zukunft

11.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics