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Forschungstag bringt Wissenschaftler und Experten zusammen

23.07.2015

Ministerin Theresia Bauer: Wir brauchen eine Wissenschaft, die Verantwortung in der Gesellschaft übernimmt und sich einmischt

Der Forschungstag der Baden-Württemberg Stiftung brachte heute in Stuttgart mehr als 400 Top-Wissenschaftler und Experten aus dem ganzen Land zusammen und bot einen kompakten Überblick zu aktuellen Trends und Entwicklungen in der Forschung. Unter dem Thema „Forschung interdisziplinär“ bot er Raum für Dialoge und setzte wichtige Impulse für die Forschungslandschaft in Baden-Württemberg.


Wissenschaftsministerien Theresia Bauer beim Forschungstag 2015 in der Liederhalle in Stuttgart

Foto: Viola Schütz

Von A wie Adulte Stammzellen bis Z wie Zukunftsoffensive: Die thematische Spannbreite des diesjährigen Forschungstags der Baden-Württemberg Stiftung hat namhafte Wissenschaftler und Experten der baden-württembergischen Forschungslandschaft in der Stuttgarter Liederhalle zusammengebracht.

Zudem ermöglichte der mittlerweile fünfte Forschungstag mit dem Thema „Forschung interdisziplinär“ den Wissenschaftlern einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Bei einer wissenschaftlichen Posterausstellung mit 70 Exponaten zeigte die Baden-Württemberg Stiftung einen umfassenden Einblick in ihre aktuellen Forschungsprogramme.

Ministerin Theresia Bauer und Prof. Klaus Töpfer loben Forschungslandschaft

„Wissenschaft entsteht aus Neugier, dem Überwinden von Grenzen und dem in Frage stellen von lange bestehenden Dogmen. Nur dann kann sie exzellente Forschung hervorbringen. Dafür nötige Freiräume müssen wir immer aufs Neue sichern“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Sie verwies dabei gleichzeitig auf die Verantwortung, die diese Freiheit mit sich bringe: „Wir brauchen eine Wissenschaft, die Verantwortung in der Gesellschaft übernimmt, die sich einmischt und die Forschungsergebnisse in die öffentliche Debatte einbringt. Auch der Forschungstag der Baden-Württemberg Stiftung leistet dazu einen Beitrag.“

Prof. Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D. und Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies betonte in seiner Rede: „Vielfalt ist die Basis für die Entwicklung von Zukunft, dies zeigt sich nicht nur in der kulturellen Vielfalt Baden-Württembergs, sondern gerade auch in der Forschungslandschaft in Baden-Württemberg. Wo stets Alternativen entwickelt werden, schafft man durch Vielfalt Raum für Entscheidungen und sichert sich dadurch die Freiheit, nicht aufgrund kurzfristiger Zwänge an eine „Lösung für alles“ festgelegt zu sein. Solche Lösungen offenbaren zudem in der Zukunft häufig, dass durch sie nur weitere Probleme geschaffen wurden.“

Stiftung als wichtiger Unterstützer der Forschung im Land

Die Forschung ist einer der drei strategischen Kernbereiche der Baden-Württemberg Stiftung. Rund ein Drittel der ihr zur Verfügung stehenden Mittel entfallen jährlich auf diesen Bereich. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat die Stiftung mehr als 250 Millionen Euro in Forschungsvorhaben investiert, wodurch 800 Projekte in 50 Forschungsprogrammen realisiert wurden. Damit Baden-Württemberg seine Spitzenreiterposition als Hightech-Standort behält und ausbauen kann, hat die Baden-Württemberg Stiftung dem Land 760 Mio. Euro für die Zukunftsoffensiven sowie die Biotechnologieoffensive zur Verfügung gestellt. Diese Gelder sind überwiegend in Forschungs- und Hochschulinfrastruktur investiert worden.

„Die Innovationskraft der Menschen in Baden-Württemberg ist unser höchstes Gut. Sie gilt es zu fördern und ein Umfeld zu schaffen, welches zukunftsfähige Innovationen ermöglicht, gerade im Hinblick auf nachfolgende Generationen“, sagte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung.
Mit herausragenden Forschungsprogrammen in den Schlüsseltechnologien, wie zum Beispiel der Nanotechnologie und den Lebenswissenschaften, stärkt die Baden-Württemberg Stiftung den Forschungsstandort im internationalen Wettbewerb und damit mittelbar den Technologievorsprung in den wichtigen Wirtschaftsbereichen.

Erster 3D-Druckwettbewerb beim Forschungstag

Im Rahmen des Forschungstags fand der erste 3D-Druckwettberwerb der Baden-Württemberg Stiftung statt. Mit diesem will die Stiftung den innovativen Technologien der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der laufenden Forschungsprogramme eine interessante Plattform bieten, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren. Mehr als 18 Druckerzeugnisse sind eingereicht worden, darunter ein 6-Gang-Getriebe und ein 3D-Campus-Modell, das Studierenden und vor allem blinden Besuchern eine bessere Orientierung auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie bieten soll.

Stiftungsprofil:
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. http://www.bwstiftung.de

Medienkontakt:
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Henny Radicke
Referentin Stabstelle Kommunikation
Kriegsbergstraße 42 • 70174 Stuttgart
Fon: +49 (0) 711 248 476-71
Fax: +49 (0) 711 248 476-54
radicke@bwstiftung.de

Weitere Informationen:

http://www.bwstiftung.de/newsroom/ In unserem Newsroom finden Sie weitere Informationen und Pressebilder
http://on.fb.me/1fnWECP Hier finden Sie weitere Impressionen des Abends und die Gewinner des 3D-Druckwetbbewerbs

Julia Kovar | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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