Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-Polnischer Gesundheitsgipfel an der Universität Greifswald

11.11.2016

Rund 90 Fachleute der Gesundheitswirtschaft aus Polen und Deutschland treffen sich am 17. und 18. November zum 2. Polish-German-Health Summit an der Universität Greifswald. Die Wissenschaftler sowie die Vertreter aus medizinischen Versorgungseinrichtungen und Krankenhausgesellschaften aus Polen und Deutschland knüpfen an ein Treffen vor einem Jahr in Stettin an.

Gesundheit, Krankheit und Gesundheitsversorgung endet nicht an der Staatsgrenze. Erreger halten sich nicht an Zollbäume, Bewohner des jeweils anderen Landes werden „in der Fremde“ krank, haben Unfälle oder bekommen unerwartet früh ein Kind. Jedes Mal brauchen wir das Gesundheitswesen, ein verlässliches Gesundheitswesen mit guter Qualität.

„Jeder Deutsche der Polen besucht, möchte sich darauf verlassen können, dass die Qualitätsstandards dort so hoch sind, dass er vertrauensvoll in ein Krankenhaus gehen kann. Und jeder Pole möchte sicher gehen, dass eine notwendige Behandlung in Deutschland auch von seiner staatlichen Krankenversicherung bezahlt wird. An anderen Grenzen, wie zum Beispiel an der Grenze zwischen Holland und Deutschland gibt es längst bewährte Standards; zwischen Polen und Deutschland noch nicht“, so Prof. Dr. Steffen Fleßa, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement an der Universität Greifswald.

Fragestellungen, die von den Fachleuten gemeinsam diskutiert und beforscht werden, sind zum Beispiel:


• Wie kann ein Patient möglichst schnell ins Krankenhaus kommen, wenn das nächstgelegene Kranken-haus auf der anderen Seite der Grenze liegt? Wie sollten und müssen grenzüberschreitende Rettungsdienste arbeiten?


• Wie können zum Beispiel bei operativen Eingriffen die Qualitätsstandards des jeweils anderen Landes abgesichert werden? Zum Qualitätsmanagement gehört in Grenzregionen auch die Überwindung der Sprachbarriere.


• Wie können Notfälle und geplante Behandlungen wechselseitig abgerechnet werden? Hier geht es also um Fragen der Finanzierung von Krankenversorgungssystemen.


• Wie kann die Verbreitung multi-resistenter Erreger wie MRSA und anderer in Krankenhäusern beidseits der Grenze vermieden werden?

Die Teilnehmer des deutsch-polnischen Gesundheitsgipfels sind sich einig, dass eine gute grenzüberschreitende Krankenversorgung nur gemeinsam zu erreichen ist. Es geht darum, die Systeme des jeweils anderen Landes zu kennen, Barrieren zu erforschen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.

Weitere Informationen
Programm Second German-Polish Health Summit 2016
http://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/veranstaltungskalender/detail/event/2016/11/17/second-german-polish-health-summit-2016/
Lehrstuhl für ABWL und Gesundheitsmanagement
http://rsf.uni-greifswald.de/lehrstuehle/wiwi/abwl/lehrstuhl-flessa/

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Steffen Fleßa
Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86-2477
gesundheit.managemen@uni-greifswald.de
steffen.flessa@uni-greifswald.de

Jan Meßerschmidt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?
21.06.2018 | ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung

nachricht Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?
21.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics