Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schon vor der Geburt im Blick des Kinderarztes: Prävention von Anfang an

14.09.2007
Kinder- und Jugendärztekongress 2007 eröffnet

Mit neuen Perspektiven und Aufgaben ihres Fachs befassen sich die mehr als 2.500 Kinder- und Jugendärzte, die bis Sonntag auf der gestern eröffneten 103. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Nürnberg zusammenkommen.

"Prävention von Anfang an" - dieses Motto bekommt unter den in Nürnberg präsentierten neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen eine ganz neue Bedeutung. Die Vorbeugung späterer Erkrankungen setzt demnach nicht mehr erst im Kleinkindalter ein, sondern bereits Monate vor der Geburt: Hier geht es nicht um genetisch bedingte, vererbte Erkrankungen, sondern um Krankheiten, die über eine "fetale Programmierung" während der Zeit im Mutterleib festgelegt werden und später einem fest vorgegebenen Mechanismus folgen.

"Wenn wir diese Steuerungsprozesse verstehen lernen und kurz nach der Geburt ein fehlerhaftes, vorgegebenes epigenetisches Programm zu korrigieren vermögen, können wir in der Zukunft Zivilisationskrankheiten im Erwachsenenalter wie Herz-Kreislaufkrankheiten und Diabetes mellitus sehr frühzeitig behandeln - oder gar vermeiden", sagt Prof. Dr. Dr. Wolfgang Rascher, wissenschaftlicher Leiter des Kongresses.

... mehr zu:
»Prävention

"Auch die Gesundheitsökonomen sollten sich mit diesen neuen Erkenntnissen der Kinder- und Jugendmedizin intensiv befassen", fordert Prof. Dr. Hansjosef Böhles, Präsident der DGKJ, zur Eröffnung des Kongresses. Der Forschungsbereich der fetalen Programmierung sei nicht nur wissenschaftlich faszinierend, sondern verspreche zudem, so Böhles weiter, auch einen ökonomischen Gewinn: "In der präventiven Medizin liegt auch das Rezept, der zunehmenden Unbezahlbarkeit des Gesundheitssystems entgegenzutreten: Die fachlich hochwertige Betreuung von Schwangerschaft und Säuglingsperiode verheißt Rendite - in Gestalt einer in Zukunft gesünderen Bevölkerung."

Ein weiteres Schwerpunktthema des Kinder- und Jugendärztekongresses ist der Schutz vor Arzneimittelschäden. Hierbei geht es, ganz im Sinne eines verbesserten Verbraucherschutzes, um die Untersuchung unerwünschter Nebenwirkungen mit den Methoden der Pharmakovigilanz.

Wenn Kinder durch chronische Erkrankungen zu Dauerpatienten werden - dieser Aspekt prägt einen weiteren Bereich des Kongresses. Die Langzeitbetreuung bei nicht heilbaren Krankheiten oder nach überstandenen schweren Erkrankungen erfordert besondere Konzepte, die die Zeit bis in das Erwachsenenalter umfassen und wie sie beispielsweise in der Onkologie benötigt werden.

Die Abschlussveranstaltung am Sonntag legt wieder den Fokus auf das Zusammenwirken von Hochleistungsmedizin und umfassender, Umwelt und Alltag des Kindes einbeziehenden kinder- und jugendärztlichen Betreuung.

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. | Dr. Sybille Lunau | Ref. Öffentlichkeitsarbeit
Chausseestr. 128 / 129 | 10115 Berlin | Tel.: 030/308 777 9-14 | Fax: 030/308 777 9-99
http://www.dgkj.de | presse@dgkj.de || vom 13.-16. September im Messezentrum Nürnberg

Pressecenter CCN West / Ebene 1 | Tel.: (0911) 8606 -6747 | Fax (0911) 8606 -6740

Wolfgang Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgkj.de
http://www.dgkj.de/presse.html

Weitere Berichte zu: Prävention

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics