Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Bioraffinerie-Kongress 2007 in Berlin

13.09.2007
Schlüsselrolle für Bioraffinerien bei Klimaschutz und Ressourceneffizienz

Die Weiterentwicklung von Bioraffinerie-Konzepten ist eine wichtige Schlüs-seltechnologie auf dem Wege zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz. Dies wurde bei dem Deutschen Bioraffinerie-Kongress 2007 deutlich, der heute nach zweitägigen Beratungen in Berlin zu Ende geht.

„Der Kongress soll den Startschuss für einen sektorübergreifenden Dialog bilden und die Weichen für strategische Entscheidungen in Forschung, Entwicklung und Demonstration der Bioraffination in Deutschland stellen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller.

„Für die Umsetzung der anspruchsvollen, aber notwendigen Klimaschutzziele, die unter Deutscher Ratspräsidentschaft auf dem G8-Gipfel und auf EU-Ebene verabschiedet wurden, kommt Bioraffinerie-Konzepten eine Schlüsselrolle zu.

... mehr zu:
»Bioraffinerie »Ressource

Deutschland als Chemie- und Technologiestandort hat für die Entwicklung solcher Systeme die besten Vorraussetzungen. Der weltweite Wachstumsmarkt an Umwelt- und Ressourcenschutztechnik bietet für deutsche Unternehmen hervorragende Chancen. Weiter steigende Preise für Energie und Rohstoffe werden die Nachfrage nach solchen Technologien künftig enorm steigen lassen“, sagte Müller.

Gegenwärtig werden in Deutschland etwa 76 Prozent der Rohstoffe für die organische Chemie durch Erdöl bereitgestellt. Somit stellt sich auch für diesen Wirtschaftbereich langfristig die Frage nach einer effizienten und kostengünstigen Rohstoffversorgung. Durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe für die Herstellung chemischer Erzeugnisse können neben fossilen Ressourcen auch Energie und somit Kohlendioxidemissionen gespart werden.

Dabei kann die Wertschöpfung von nachwachsenden Rohstoffen noch erheblich erhöht werden, wenn Bioraffinerie-Konzepte verwendet werden. Diese Systeme können durch ihre integrierte Form der Produktion von Nahrungsmitteln, Plattformchemikalien, Kraftstoffen, Strom und Wärme alle Teile der Pflanzen verwenden. Dabei wird die Synthesevorleistung der Natur gezielt genutzt. Auch Ressourcen wie Energie und Wasser werden effizienter eingesetzt und Abfälle minimiert. Sie führen somit zu erhöhter Wettbewerbsfähigkeit und ökologischer Effizienz.

Nach den Worten des Bevollmächtigten des Landes Brandenburg beim Bund und für Europaange-legenheiten, Staatssekretär Gerd Harms, wird international die Bedeutung von Biomasse ebenso wie die anderer alternativer Energiequellen bei der Versorgung der Menschen mit Materialien, Wirtschaftsgütern, Energie und Wärme zunehmen. „Die Entwicklung von Bioraffinerien ist ein vergleichsweise junges Forschungsgebiet, auf dem Brandenburg bereits Beachtliches vorweisen kann. Für weitere Fortschritte ist auch eine enge Zusammenarbeit der Akteure in Forschung, Wirtschaft und Politik notwendig.“

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Bioraffinerie Ressource

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle
21.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten
17.08.2018 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zukünftige Informationstechnologien: Wärmetransport auf der Nanoskala unter die Lupe genommen

21.08.2018 | Physik Astronomie

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics