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Neue Konzepte, neue Bäume für das öffentliche Grün

28.08.2003


Internationale Tagung "Pflanzengesundheit im öffentlichen Grün"



Wissenschaftler aus aller Welt beraten zurzeit in Berlin über die Pflanzengesundheit im öffentlichen Grün. Der Stress der Stadtluft macht auch die Bäume krank. So fordert der Präsident der Biologischen Bundesanstalt Dr. Georg F. Backhaus, dass möglichst unempfindliche Bäume gepflanzt werden und dabei auch für gute Startbedingungen gesorgt werden muss.

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Platanen, aber auch die in Parks schon zu sehenden Katalpen sollten mehr in den Städten zu sehen sein als Rosskastanien, die sich zurzeit stark braun verfärben, weil sie deutschlandweit von Miniermotten befallen sind. Auch die typisch deutschen Linden sind bei Autofahrern unbeliebt, da Zierläuse ihren klebrigen Kot auf Autos und Bürgersteigen hinterlassen. Zur Eröffnung der Tagung hat Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast eine Spree-Eiche gepflanzt, ein Baum, der auch die Aussicht hätte, ein populärer Straßenbaum in Deutschland zu werden.

"Die Pflanzen im öffentlichen Grün werden erst wahrgenommen, wenn die Kettensäge ausgepackt wird", beschwert sich Prof. Dr. Karl-Heinz Strauch von der Technischen Fachhochschule Berlin. Kahle Plätzen mögen von den Architekten der umliegenden Gebäude als schön empfunden werden, die Bevölkerung liebt jedoch Grün.

Dabei sollten aber Regeln beachtet werden, um die Pflanzen gesund zu erhalten. Straßenbäume, die in lehmigen Böden in der Baumschule angezogen wurden, dürfen nicht auf Sandboden gepflanzt werden. Das vermindert ihre Überlebungsfähigkeit unter den Stressbedingungen einer Stadt erheblich. Schwermetalle, Streusalzbelastungen und Hundeurin sind andere Faktoren, die möglichst wenig einwirken sollten.

Der Wert der Bäume und Pflanzen im öffentlichen Grün ist bedeutend. So wird allein der Gesamtwert der rund 400.000 Berliner Straßenbäume auf über eine Milliarde Euro geschätzt. Berlin verfügt über 2.600 öffentliche Grünanlagen mit einer Fläche von über 5.000 Hektar. Kleingärten und Friedhöfe wurden dabei nicht mitgerechnet.

Dr. P. W. Wohlers | idw
Weitere Informationen:
http://www.bba.de

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