Pilotanlagen offiziell in Betrieb genommen

Die weltweit ersten Windkraftanlagen mit Rotorblatt-Hindernisfeuer EST 10 drehen in der Uckermark

Nach Abschluss der planmäßigen achtwöchigen Erprobungsphase wurden am 28. August 2003 die weltweit erste Windkraftanlage mit dem Rotorblatt-Hindernisfeuer EST 10 im Windfeld Storkow bei Templin offiziell in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme wurde vorgenommen von Rainer Hinrichs-Rahlwes, Leiter der Zentralabteilung des Bundesumweltministeriums, von Rolf Schulz-Roloff, Leiter Abteilung Energie des Wirtschaftsministeriums des Landes Brandenburg, von Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender der ENERTRAG AG, sowie von Werner Diwald, Geschäftsführer der ENERTRAG Windfeld Systemtechnik GmbH. „Mit dem Einsatz des Rotorblatt-Hindernisfeuer EST 10 verringern wir die von Anwohnern oftmals als störend empfundene Lichtemission auf ein Minimum“, so Werner Diwald, Erfinder des Systems. „Diese Innovation aus Brandenburg ist ein wichtiger technischer Beitrag, um die Akzeptanz der Windenergie, die in den letzten Wochen völlig zu Unrecht unter Beschuss geraten ist, weiter zu erhöhen.“

Anlagen mit einer Gesamthöhe von mehr als 100 Metern müssen bislang aus Gründen der Flugsicherheit mit extrem hellen Gefahrenfeuern ausgestattet sein. Die Innovation des Hindernisfeuers EST 10 aus dem Hause ENERTRAG besteht darin, dass direkt in jeder Rotorblattspitze ein LED-Feuer integriert ist und damit auf Grund seiner Anordnung am höchsten Punkt der Anlage nur noch einen Bruchteil der bisher geforderten Lichtstärke aussenden muss. Statt der ursprünglichen 1600 cd (Candela) herkömmlicher Gefahrenfeuer kommt das Hindernisfeuer EST 10 mit nur 10 cd aus – eine Verringerung um über 99 Prozent.

Nachdem das System im November letzten Jahres vom Bundesverkehrsministerium zertifiziert worden ist, kann das EST 10 nach aktueller Richtlinie zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen eingesetzt werden. Alle Blitzschutztests konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Im fünf Anlagen umfassenden Windfeld Storkow sind zwei Anlagen mit dem neuen System ausgerüstet. Die zwei Anlagen vom Typ SÜDWIND S77 sind mit Rotorblättern vom Blatthersteller NOI bestückt. An den Prototypen wurden bis heute verschiedene Betriebsarten erprobt sowie Langzeittests durchgeführt. Mit dem heutigen Tag ist die Testphase abgeschlossen, so dass das EST 10 ab sofort für den Serieneinsatz bereit steht. Die Entwicklung des Systems wurde von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

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Steffen Ebert
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