Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Altersgerechte Arbeitsbedingungen: Gute Arbeit bekommt jedem Alter

15.09.2009
In vielen Betrieben sind vor allem die Führungsebenen noch zu wenig mit dem Thema "Altersgerechte Arbeitsbedingungen" vertraut, wie heute, 15. September 2009, eine Veranstaltung zu diesem Thema im Dortmunder Harenberg-City-Center zeigte.

"Im betrieblichen Alltag lassen sich Maßnahmen nicht auf Ältere begrenzen", berichtete Isabel Rothe, Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund, aus einem Förderschwerpunkt der BAuA.

"Dies ist auch nicht sinnvoll, da eine ergonomische und altersgerechte Gestaltung der Arbeitsanforderungen letztlich allen Beschäftigten zu Gute kommt." Zudem stoße man durch Rahmenbedingungen im Betrieb und seinem Umfeld schnell an Grenzen. "Auch bei Unternehmensberatern ist Demografie oft noch kein Thema", so die BAuA-Präsidentin.

Rund 130 Teilnehmende informierten sich bei der Abschlussveranstaltung des Förderschwerpunktes "Altersgerechte Arbeitsbedingungen" über die Ergebnisse der Projekte, die auf eine Verbesserung altersgerechter Arbeitsbedingungen in verschiedenen Branchen abzielten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales förderte die von der Bundesanstalt wissenschaftlich begleiteten Projekte im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen.

"Führungskräfte sind häufig das Nadelöhr, wenn es um die Umsetzung innerbetrieblicher Maßnahmen geht", berichtete Marc Lenze vom Institut für gesundheitliche Prävention (IFGP) mit Sitz in Münster. Die Ergebnisse zeigten, dass Führungsverhalten insbesondere für Ältere besonders wichtig ist, wenn es um den Verbleib im Beruf geht. Nur fast jeder Fünfte will zurzeit bis zum regulären Renteneintritt arbeiten. "Eine bessere Schulung von Führungskräften würde hier die Quote deutlich erhöhen", sagte Lenze. Insgesamt zeige sich, dass junge wie ältere Beschäftigte gute Arbeitsgestaltung mit Motivation und Produktivität belohnen. So tragen laut Lenze Faktoren wie Spaß an der Arbeit, weniger körperliche und seelische Belastungen oder eine höhere Sinnhaftigkeit der Tätigkeit dazu bei, bis zum gesetzlichen Renteneintritt zu arbeiten.

Im Schwerpunkt "Altersgerechte Arbeitsbedingungen" förderte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zwischen Januar 2007 und August 2009 drei Projekte. Die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wissenschaftlich begleiteten Projekte "Gabi - Gestaltung altersgerechter Arbeitsbedingungen in Krankenhaus und Altenheim", "LagO - Länger arbeiten in gesunden Organisationen" und "MiaA - Menschen in altersgerechter Arbeitskultur" befassten sich mit der konkreten Umsetzung von Maßnahmen, um den demografischen Wandel in Unternehmen zu bewältigen.

Weitere Informationen befinden sich auf der Homepage der BAuA unter www.baua.bund.de/modellprogramm oder können direkt bei den Projektnehmern eingeholt werden.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de
http://www.baua.bund.de/modellprogramm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen
14.12.2018 | Haus der Technik e.V.

nachricht Pro und Contra in der urologischen Onkologie
14.12.2018 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics