Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

4th EuCheMS Chemistry Congress 2012 in Prag - Hochklassige Wissenschaft in der „Goldenen Stadt“

28.06.2012
Die European Association for Chemical and Molecular Sciences (EuCheMS) lädt zum 4. EuCheMS Chemistry Congress nach Prag ein (www.euchems-prague2012.cz).

Rund 2.500 Chemikerinnen und Chemiker werden vom 26. bis 30. August dieses Jahres in der „Goldenen Stadt“ an der Moldau erwartet. Damit verspricht der Kongress, den großen Erfolg von Nürnberg zu wiederholen, wo 2010 der letzte EuCheMS Chemistry Congress stattfand.

Das hochklassige Programm – die Liste der eingeladenen Redner umfasst sieben Nobelpreisträger – verteilt sich auf zehn Hauptthemen. Darunter sind die Analytische Chemie, das Feld Umwelt und Nachhaltige Chemie, Nanochemie und die klassische Anorganische und Organische Chemie zu finden.

Einen Schwerpunkt bildet in Prag das Thema „Organic Chemistry, Polymers“. Hierzu erstrecken sich zwei parallele über die gesamte Dauer des Kongresses und versprechen vielseitige Einblicke in die aktuelle Forschung. Mit Professor Dr. Paul Knochel, Technische Universität München, und Professor Dr. Alois Fürstner, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mühlheim/Ruhr, sind auch zwei namhafte und vielfach ausgezeichnete Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) unter den Hauptvortragenden.

Die GDCh fördert den Kongress ideell wie finanziell. So ist sie gemeinsam mit ihrer Zeitschrift Angewandte Chemie Sponsor der Vorträge von Fürstner und Professor Dr. Fraser Stoddart, Nothwestern University Evanston, USA, der in der Session “Molecular devices and machines” über “Molecular machines based on interlocked molecules” spricht.

Bei den Plenarvorträgen ist der Bereich der biologischen Chemie bzw. der Strukturaufklärung von Biomolekülen stark vertreten. Erster Plenarredner auf diesem Gebiet ist Professor Dr. Kurt Wüthrich, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Schweiz. 2002 für seine Arbeiten zur Kernmagnetresonanzspektroskopie (NMR) mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet, greift er dieses Thema auch in Prag auf. „NMR Spectroscopy – a Chemist’s Tool for Studies of the Protein Universe“ lautet der Titel seines Beitrags. Darin erläutert er, wie es NMR als ergänzende Methode zur Röntgenkristallographie ermöglicht, Strukturen in atomarer Auflösung zu beobachten, und zwar unter Bedingungen, die den physiologischen sehr nahe kommen.

Ebenfalls der Strukturaufklärung widmet sich der Vortrag von Professor Dr. Ada Yonath, Weizmann Institute of Science, Rehovot, Israel. Mit dem Nobelpreis ausgezeichnet für ihre Arbeiten zur Struktur der Ribosome, spricht sie über diese universellen zellulären Maschinen, die eine essentielle Rolle für das Leben spielen. Durch ihre Bedeutung bei der Translation des genetischen Codes in Proteine sind Ribosome häufig das Ziel für Medikamente wie beispielsweise Antibiotika. Daher stellt die Nobelpreisträgerin von 2009 in ihrem Prager Vortrag die Frage „Can Structure lead to better antibiotics?“.

Einen Blick auf die chemischen Möglichkeiten, mit denen es gelingt, biologische Systeme oder Krankheitsprozesse sichtbar zu machen, wirft der Chemie-Nobelpreisträger von 2008, Professor Dr. Roger Tsien, University of California, San Diego, USA. Sein Beitrag beleuchtet protein-basierte Indikatoren, molekulare Sensoren, Peptide als Marker für Tumorzellen oder synthetische Nanopartikel als Kontrastmittel für die Magnetresonanztomographie (MRI). All diese Verbindungsgruppen ermöglichen neue Einblicke in biologische Prozesse. Sie könnten zu genaueren Diagnosen und neuen, effektiveren Behandlungsmethoden bei Krankheiten wie Krebs oder Arteriosklerose beitragen.

Weitere Nobelpreisträger, die Plenarvorträge halten, sind Professor Dr. Jean Marie Lehn, Straßburg, Professor Dr. Gerhard Ertl, Berlin, und Professor Dr. Aaron Ciechanover, Haifa. Einen krönenden Abschluss stellt am Donnerstagnachmittag Nobelpreisträger Professor Dr. Robert Grubbs, California Institute of Technology, Pasadena, USA, mit seinem Vortrag über „Design and applications of selective reactions of olefins” dar.

Die European Association for Chemical and Molecular Sciences ist Nachfolgeorganisation der 1970 unter maßgeblicher Mitwirkung der GDCh gegründeten FECS (Federation of European Chemical Societies). EuCheMS hat z.Zt. 47 chemiewissenschaftliche Gesellschaften in 36 Ländern als Mitglieder, darunter die GDCh als größte kontinentaleuropäische chemische Gesellschaft mit über 30.000 Mitgliedern - das sind etwa 18 Prozent der von EuCheMS repräsentierten Chemikerinnen und Chemiker.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten der EuCheMS, insbesondere Konferenzen, Netzwerkbildung etc., werden vor allem durch die entsprechenden Divisions und Working Parties wahrgenommen. Im Mittelpunkt jedoch steht der alle zwei Jahre stattfindende EuCheMS Chemistry Congress.

Dr. Renate Hoer | GDCh
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. Jenaer Lasertagung
16.10.2018 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018
16.10.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sinneswahrnehmung ist keine Einbahnstraße

17.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Space Farming dank Pflanzenhormon Strigolacton

17.10.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Oberflächen mit flexiblen und handlichen Plasmaquellen aktivieren

17.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics