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Erstmals in Deutschland: Aus PET-Einwegflaschen werden wieder neue Flaschen

28.02.2002


Erstmals ist in Deutschland der Kreislauf für PET-Einwegflaschen im Rahmen des Dualen Systems geschlossen: Aus gebrauchten Kunststoff-Getränkeflaschen mit dem Grünen Punkt können wieder neue Getränkeflaschen hergestellt werden. In einer neuen Recyclinganlage der Cleanaway Plastic Recycling GmbH in Rostock, die am Donnerstag eingeweiht wurde, werden nun jährlich 6.000 Tonnen transparente PET-Flaschen aus den Sammlungen des Dualen Systems verarbeitet, und zwar entweder zu Textilfasern oder im sogenannten URRC-bottle-to-bottle-Verfahren zu neuen Flaschen. Wolfram Brück, Vorstandsvorsitzender der Duales System Deutschland AG, nannte die Anlage bei der heutigen Einweihung einen "wegweisenden Baustein" zur Entwicklung der Verpackungsverwertung: "Unsere große unternehmerische Aufgabe ist es, hochwertiges Recycling zu attraktiven Kosten anzubieten." Das Rostocker Werk sei ein Beispiel für die flexible Marktanpassung im Verpackungsrecycling: Durch technische Innovationen und Schaffung neuer Kapazitäten gelinge es, dem anhaltenden Trend zu PET als Verpackungsmaterial gerecht zu werden und ein hochwertiges Recycling zu gewährleisten.

Mit der Entwicklung neuer Sortier- und Verwertungstechnologien steigert das Duale System seine ökonomische und ökologische Leistungsfähigkeit. Dies ist auch das Ergebnis einer Studie, die Forscher des renommierten Schweizer Prognos-Instituts über das Nachhaltigkeitspotenzial des Dualen Systems erstellt haben. "Um die Ökoeffizienz des Dualen Systems weiter zu steigern, brauchen wir kreative Recyclingpartner und mutige Unternehmen, die den eingeschlagenen Weg der Modernisierung und Technisierung erfolgreich fortsetzen", so Brück. Zu Recht habe die Cleanaway Plastic Recycling GmbH für die Rostocker Anlage den Umweltpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhalten.

Bereits seit 1995 verwertet die ehemalige SKP Kunststoffaufbereitung GmbH & Co. in Rostock, die nunmehr zum Verbund der Cleanaway Europe gehört, als Vertragspartnerin der Deutschen Gesellschaft für Kunststoff-Recycling mbH (DKR) im Rahmen des Dualen Systems Kunststoffverpackungen mit dem Grünen Punkt. In dem neuen Werk werden die gebrauchten Kunststoffflaschen durch ein aufwändiges Verfahren so behandelt, dass sich die Qualität von Neuware erreichen lässt. Damit ist es möglich, die strengen Bestimmungen des Gesetzgebers an die Materialqualität von Verpackungen zu erfüllen. Insgesamt werden in Rostock rund 15.000 Jahrestonnen PET verarbeitet.

Dr. Heike Schiffler | ots
Weitere Informationen:
http://www.gruener-punkt.de

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