Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hälfte der europäischen Vogelarten bedroht

09.11.2004


Schutzmaßnahmen scheinen zu greifen



Fast die Hälfte der 524 in Europa heimischen Vogelarten steht vor einer unsicheren Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht von BirdLife International, einer Allianz verschiedener Naturschutzgruppen, die die Vogelpopulationsdaten verschiedener europäischer Länder in den Report einbezogen. Sie fanden heraus, dass 45 Arten schlechter situiert waren als vor zehn Jahren, als der erste "Vögel in Europa"-Bericht veröffentlicht wurde.

... mehr zu:
»Population »Vogelart


"Der fortschreitende Rückgang vieler Spezies sendet ein klares Signal über die Gesundheit wild lebender Tiere in Europa und den schlechten Zustand unserer Umwelt", sagte Mike Rands, Direktor von BirdLife International. Unter den Neuen auf der Liste der bedrohten Arten ist der gemeine Star, dessen Population im vergangenen Jahrzehnt um mehr als zehn Prozent geschrumpft ist. Ein anderer Eintrag ist der nördliche Kiebitz, der in Westeuropa heimisch ist. Von dieser Art sind schon 30 Prozent seit der Studie von 1994 verschwunden.

"Das ist das erste Mal, dass Arten wie der Hausspatz, die Schnepfe, der Star und der Kiebitz in eine Liste gefährdeter Tiere eingetragen wurden", so Mark Avery von der Royal Society for the Protection of Birds. Avery macht die zunehmende Verbreitung intensiver Agrarwirtschaft für den Rückgang verantwortlich. Landwirtschaftspraktiken, die zu einem Verlust der Lebensräume wie Hecken führen, und der Einsatz aggressiverer Chemikalien haben die Populationen wilder Vögel in Großbritannien stark dezimiert. "Die große Gefahr ist, dass wir die intensive Landwirtschaft jetzt auch nach Osteuropa exportieren und damit auch deren Wildtiere auslöschen", so Avery.

Forscher haben auch davor gewarnt, dass der Klimawandel Druck auf Fauna und Flora der Erde ausübt. Laut einer Studie von Januar stehen 37 Prozent der Pflanzen und Tiere bis 2050 vor dem Aussterben aufgrund der Umstellung des Klimas. Für fast acht Prozent der europäischen Vögel gibt es ein globales Interesse an der Erhaltung ihrer Art. Aber der Bericht enthält auch positive Neuigkeiten. 14 Vogelspezies blühen richtig gehend auf, was auf Schutzmaßnahmen der EU-Legislative zurückzuführen ist. Die Zahlen des Tölpel (lat. Sulidae - Familie der Ruderfüßer) haben zugenommen. Es gibt jetzt mehr als 300.000 brütende Pärchen dieser Seevögel. Auch der Wanderfalke hat seinen seltenen Status abgeschüttelt und die Zahlen des Seeadler sind um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.birdlife.net/
http://www.rspb.org.uk/

Weitere Berichte zu: Population Vogelart

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hitzewellen im Meer bedrohen Ökosysteme
16.08.2018 | Universität Bern

nachricht Meeresmüll in entlegensten Regionen
13.08.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superauflösende Mikroskopie - Neue Markierungssonden im Nanomaßstab

21.08.2018 | Physik Astronomie

Browser-Plugin für mehr Internet-Sicherheit

21.08.2018 | Informationstechnologie

Aussicht auf neue Therapie bei rheumatoider Arthritis

21.08.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics